{"id":2418,"date":"2010-07-20T08:20:59","date_gmt":"2010-07-20T06:20:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/?p=2418"},"modified":"2010-10-23T13:37:00","modified_gmt":"2010-10-23T11:37:00","slug":"zeitaufwaendige-anreise-zum-klausurort-ist-hinzunehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/examen\/zeitaufwaendige-anreise-zum-klausurort-ist-hinzunehmen\/","title":{"rendered":"Zeitaufw\u00e4ndige Anreise zum Klausurort ist hinzunehmen"},"content":{"rendered":"<p>Manche\u00a0Berliner Referendare mussten in der Juni-Kampagne die Klausuren unter erschwerten Bedingungen schreiben. Nicht nur dass die letzte Klausur am 18.06. und damit\u00a0zumindest teilweise parallel zum 2. WM-Vorrundenspiel Deutschland gegen Serbien lief, das bereits um 13.30 Uhr angepfiffen wurde. Viele der Kandidaten mussten dar\u00fcber hinaus die Klausuren in Berlin-Marzahn schreiben und hatten dadurch jeden Tag einen sehr zeitaufw\u00e4ndigen Anfahtsweg.<\/p>\n<p>Grund f\u00fcr die Verlegung des Klausurortes\u00a0waren umfangreiche Sanierungsma\u00dfnahmen im Geb\u00e4ude der Senatsverwaltung f\u00fcr Justiz in der Salzburger Str. 21-25. <!--more-->Die\u00a0schriftliche Pr\u00fcfungen\u00a0konnten daher\u00a0nicht in den R\u00e4umen des Gemeinsamen Juristischen Pr\u00fcfungsamtes (GJPA) erfolgen.\u00a0Und da es dem GJPA nicht m\u00f6glich war, zentrumsnah ausreichend Kapazit\u00e4ten f\u00fcr die Klausuren zu beschaffen, wurde der Gro\u00dfteil der Referendare nach Marzahn geladen.<\/p>\n<p>Gegen diese Ladung war einer der Referendare im einstweiligen Rechtsschutz vorgegangen. Er argumentierte, die Entfernung zwischen seinem Wohnort in Berlin-Lichterfelde und dem Pr\u00fcfungsort sei zu weit und beeintr\u00e4chtige daher seine Chancengleichheit. Dieser Argumentation ist das Verwaltungsgericht <a href=\"http:\/\/www.berlin.de\/sen\/justiz\/gerichte\/vg\/presse\/archiv\/20100610.1000.298747.html\" target=\"_blank\">laut Pressemitteilung<\/a>\u00a0aber nicht gefolgt:<\/p>\n<blockquote><p>Unterschiedliche Pr\u00fcfungsbedingungen seien pr\u00fcfungsrechtlich erst dann beachtlich, wenn und soweit sie die Leistungsf\u00e4higkeit eines durchschnittlich belastbaren Pr\u00fcflings in der Pr\u00fcfung nachteilig beeinflussen k\u00f6nnten und dieser damit benachteiligt sei. Ob ein Pr\u00fcfling nahe am Pr\u00fcfungsort wohne oder &#8211; gegebenenfalls auch zeitaufw\u00e4ndiger &#8211; anreisen m\u00fcsse, geh\u00f6re zu den allgemeinen Lebensumst\u00e4nden ohne Pr\u00fcfungsbezug, die im Verantwortungsbereich des Pr\u00fcflings l\u00e4gen. [&#8230;] Der Gefahr, infolge von Versp\u00e4tungen Anschlussverbindungen bei der Anreise zu verpassen, k\u00f6nne er problemlos dadurch begegnen, dass er die Fahrt fr\u00fcher antrete.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ob der Kandidat nach den Klausuren gegen diese Entscheidung Beschwerde beim OVG Berlin-Brandenburg eingelegt hat, ist uns nicht bekannt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manche\u00a0Berliner Referendare mussten in der Juni-Kampagne die Klausuren unter erschwerten Bedingungen schreiben. Nicht nur dass die letzte Klausur am 18.06. und damit\u00a0zumindest teilweise parallel zum 2. WM-Vorrundenspiel Deutschland gegen Serbien lief, das bereits um 13.30 Uhr angepfiffen wurde. 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