{"id":1732,"date":"2009-12-12T09:55:32","date_gmt":"2009-12-12T08:55:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/?p=1732"},"modified":"2009-12-11T22:09:25","modified_gmt":"2009-12-11T21:09:25","slug":"meine-zivilrechtliche-verwaltungsstation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/verwaltungsstation\/meine-zivilrechtliche-verwaltungsstation\/","title":{"rendered":"Meine zivilrechtliche Verwaltungsstation"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem ich nun schon \u00fcber einen Monat in der Anwaltsstation bin (dazu demn\u00e4chst mehr!), m\u00f6chte ich aber noch kurz von meiner 3-monatigen Verwaltungsstation berichten. Wie der Titel des Artikels schon sagt, hatte ich in dieser Station mehr mit zivilrechtlichen Problemen zu tun als mit klassischem Verwaltungsrecht.<\/p>\n<p>Vorweg: Die interessanten Stellen waren sehr schnell vergriffen. Ich habe also viele Absagen erhalten und von manch einer Bewerbung bei einer Beh\u00f6rde hab ich noch nicht einmal eine Eingangsbest\u00e4tigung bekommen. Deshalb hat es mich\u00a0im Endeffekt dann doch in eine kleine Stadtverwaltung verschlagen. Insgesamt waren die Mitarbeiter aber allesamt sehr nett und mir haben die 3 Monate Spa\u00df gemacht &#8211; wenn sie mich auch juristisch nicht unbedingt weiter gebracht haben!<\/p>\n<p>Ich hatte volle Anwesenheitspflicht, das hei\u00dft 5 Tage die Woche musste ich mich morgens rausqu\u00e4len und die Zeit im B\u00fcro verbringen. Zum Gl\u00fcck hatte ich aber ein Einzelb\u00fcro, so dass ich nicht &#8222;unter Beobachtung&#8220; stand. So konnte ich die Zeit nutzen und habe regelm\u00e4\u00dfig Klausuren gel\u00f6st. Ab und zu kamen dann aus allen Bereichen der Verwaltung Mitarbeiter auf mich zu und haben mir juristische Fragen auf den Tisch gepackt. F\u00fcr die Bearbeitung &#8222;der F\u00e4lle&#8220; hatte ich aber immer gen\u00fcgend Zeit, so dass meine Verwaltungsstation nicht in Stress ausgeartet ist.<\/p>\n<p>Womit ich aber \u00fcberhaupt nicht gerechnet hatte: Fast alle meine Aufgaben waren zivilrechtlicher Natur! Ich musste mich um Mieter k\u00fcmmern, die die Miete der st\u00e4dtischen Wohnung nicht zahlten. Andere Mieter haben angefangen, einen Zoo zu halten, was den Nachbarn nat\u00fcrlich nicht gefiel. Dann brauchte die Schule eine neue Heizungsanlage, wor\u00fcber mit dem Energieversorger zu verhandeln war. Und ich musste mich mit Regenwasserbeeintr\u00e4chtigungen vom Nachbargrundst\u00fcck besch\u00e4ftigen. Da das Verwaltungsrecht eh nicht so meine Sache ist, war das eine positive \u00dcberraschung.<\/p>\n<p>Dennoch bin ich froh, dass die drei Monate nun vorbei sind. So richtig spannend war die Station nicht. Und das fr\u00fche Aufstehen ist auch nicht so mein Ding. Nun bin ich in einer mittelgro\u00dfen Kanzlei &#8211; mit freier Zeiteinteilung! Davon berichte ich dann aber das n\u00e4chste Mal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem ich nun schon \u00fcber einen Monat in der Anwaltsstation bin (dazu demn\u00e4chst mehr!), m\u00f6chte ich aber noch kurz von meiner 3-monatigen Verwaltungsstation berichten. Wie der Titel des Artikels schon sagt, hatte ich in dieser Station mehr mit zivilrechtlichen Problemen zu tun als mit klassischem Verwaltungsrecht.<\/p>\n<p>Vorweg: Die interessanten Stellen waren sehr schnell vergriffen. Ich habe also viele Absagen erhalten und von manch einer Bewerbung bei einer Beh\u00f6rde hab ich noch nicht einmal eine Eingangsbest\u00e4tigung bekommen. 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