{"id":1721,"date":"2009-12-07T23:11:49","date_gmt":"2009-12-07T22:11:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/?p=1721"},"modified":"2010-02-01T19:51:06","modified_gmt":"2010-02-01T18:51:06","slug":"examenstermin-dezember-3-zivilrechtsklausur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/klausuren-examen\/examenstermin-dezember-3-zivilrechtsklausur\/","title":{"rendered":"Examenstermin Dezember: 3. Zivilrechtsklausur"},"content":{"rendered":"<p>Und hier die brandaktuellen Infos zum Sachverhalt und zur m\u00f6glichen L\u00f6sung der 3. Zivilrechtsklausur aus diesem Examensdurchgang:<\/p>\n<blockquote><p>187 &#8211; Z 3, Dez. 2009 NRW<\/p>\n<p>Art: Urteil \/ ZV-Einstieg \/ 10 Seiten<\/p>\n<p>SV:<br \/>\nDie Kl\u00e4gerin macht durch eine 771-er Klage Eigentum an einem Fernseher und einem DVD-Player aufgrund testamentarischer Erbfolge als Teil einer Erbengemeinschaft geltend. Die Hindergr\u00fcnde in chronologischer Reihenfolge:<br \/>\n&#8211; 2008: ZV aus Urkunde durch Bankhaus gegen Schuldnerin Frau Geier, die vor dem Tod des Ehepaar Andersen Zugehfrau bei diesen war, in Fernseher u. DVD-Player, die bei Frau Geier in Gewahrsam waren;<br \/>\n&#8211; Tod der Schwester von Frau Andersen namens Sophie; diese hinterl\u00e4sst zwei Kinder: die Kl\u00e4gerin und ihren Bruder Justus;<br \/>\n&#8211; Brief des Ehepaars Andersen, in dem es Frau Geier das erste Ger\u00e4t, n\u00e4mlich den Fernseher, schenkt; dieser Brief ist verschwunden und taucht erst in der m\u00fcndlichen Verhandlung wieder auf, weswegen die Kl\u00e4gerin diesbzgl. eine einseitige Teilerledigung erkl\u00e4rt wird.<br \/>\n&#8211; Herr Andersen schenkt Frau Geier in Abwesenheit seiner Frau, die im Krankenhaus weilt, auch das zweite in Rede stehende Ger\u00e4t, einen DVD-Player, vereinbart jedoch mit Frau Geier, dass das Ger\u00e4t bis zu seinem Tod noch \u201eleihweise\u201c in der Wohnung der Andersens bleiben soll. Er geht davon aus, dass seine Frau sich nach seinem Tod neue kleinere Ger\u00e4te kaufen wird. Geld sei genug da.<br \/>\n&#8211; Tod von Herrn Andersen; er hinterl\u00e4sst weder Eltern noch Geschwister, noch hatte das Ehepaar Kinder;<br \/>\n&#8211; Frau Geier holt beide Ger\u00e4te zu sich nach Hause<br \/>\n&#8211; Frau Andersen ist emp\u00f6rt \u00fcber das Fehlen der Ger\u00e4te und beauftragt die Kl\u00e4gerin, sie zur\u00fcckzubeschaffen<br \/>\n&#8211; Frau Andersen stirbt, hinterl\u00e4sst ein handgeschriebenes und nur mit ihrem Vornamen unterschriebenes Testament von 1999 mit Wortlaut sinngem\u00e4\u00df: \u201eNach meinem Tod soll meine Schwester Sophie bzw. ihre Familie mich beerben.\u201c Die Eltern der Frau Andersen (Gro\u00dfeltern der Kl\u00e4gerin) leben auch noch; zu denen hat sie jedoch schon seit 1990 wegen eines heftigen Streits keinen Kontakt mehr;<br \/>\n&#8211; Die Eltern von Frau Andersen \u00fcbereignen Frau Geier vorsichtshalber die beiden Ger\u00e4te, da sie m\u00f6glicherweise gesetzliche Erben geworden sind.<br \/>\n&#8211; Zwischendurch war den Eltern auch ein Erbschein erteilt worden, der jedoch durch Beschluss wieder entzogen worden ist. Dies war Frau Geier jedoch nicht bekannt gewesen.<\/p>\n<p>Problemkreise \/ Schwerpunkte<br \/>\n&#8211; \u00a7 771-Klage<br \/>\n&#8211; Prozessf\u00fchrungsbefugnis, wenn nur einer der Miterben einer Erbengemeinschaft Klage erhebt<br \/>\n&#8211; RSB trotz Vollstreckungsvereinbarung zw. Schu u. Gl.<br \/>\n&#8211; RSB trotz einfacheren billigeren Weges<br \/>\n&#8211; \u00dcbereignung nach \u00a7\u00a7 929 S. 1, 930 BGB sowie \u00a7 929 S. 2, 932 I 2 BGB vom Nichtberechtigten<br \/>\n&#8211; Gutgl\u00e4ubigkeit<br \/>\n&#8211; Verf\u00fcgung \u00fcber Haushaltsgegenst\u00e4nde, \u00a7 1369 BGB, absolutes Ver\u00e4u\u00dferungsverbot bei fehlender Genehmigung<br \/>\n&#8211; Eigenh\u00e4ndigkeit des Testaments, \u00a7 2247 BGB, wenn Original nicht mehr auffindbar: dadurch keine Vermutung bzgl. Widerrufsabsicht des Erblassers<br \/>\n&#8211; \u00a7 2247 III 1 BGB, Unterschrift \u201esoll\u201c Vor- und Familiennahme enthalten<br \/>\n&#8211; Auslegung Testament<br \/>\n&#8211; gesetzliche Erbfolge, \u00a7\u00a7 1924, 1925 BGB sowie \u00a7 1931 II BGB<br \/>\n&#8211; einseitige Teilerledigung<br \/>\n&#8211; vorl\u00e4ufige Vollstreckbarkeit: \u00a7 713 ZPO<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und hier die brandaktuellen Infos zum Sachverhalt und zur m\u00f6glichen L\u00f6sung der 3. Zivilrechtsklausur aus diesem Examensdurchgang:<\/p>\n<p>&#8222;187 &#8211; Z 3, Dez. 2009 NRW<\/p>\n<p>Art: Urteil \/ ZV-Einstieg \/ 10 Seiten<br \/>\nSV:<br \/>\nDie Kl\u00e4gerin macht durch eine 771-er Klage Eigentum an einem Fernseher und einem DVD-Player aufgrund testamentarischer Erbfolge als Teil einer Erbengemeinschaft geltend. Die Hindergr\u00fcnde in chronologischer Reihenfolge:<br \/>\n&#8211; 2008: ZV aus Urkunde durch Bankhaus gegen Schuldnerin Frau Geier, die vor dem Tod des Ehepaar Andersen Zugehfrau bei diesen war, in Fernseher u. 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