{"id":11962,"date":"2026-06-30T02:06:02","date_gmt":"2026-06-30T02:06:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/?p=11962"},"modified":"2021-01-08T16:43:33","modified_gmt":"2021-01-08T14:43:33","slug":"von-der-wichtigkeit-der-examensergebnisse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/examen\/von-der-wichtigkeit-der-examensergebnisse\/","title":{"rendered":"Von der Wichtigkeit der Examensergebnisse"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5126 alignleft\" src=\"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/MP900431333.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/>Examensnoten k\u00f6nnen sehr entscheidend sein. Das erfuhr ein Bewerber aus Baden-W\u00fcrttemberg schmerzlich am eigenen Leib.<br \/>\nDas zweite Staatsexamen hatte er im Oktober 2011 mit 6,02 Punkten also einem &#8222;Ausreichend&#8220; bestanden. Drei Jahre sp\u00e4ter arbeitete er als juristischer Mitarbeiter in einem Notariat in Offenburg. 2017 bewarb sich dann der Mann auf eine der 11 ausgeschriebenen Stellen f\u00fcr den notariellen Anw\u00e4rterdienst, die vom<a href=\"https:\/\/www.lto.de\/recht\/juristen\/b\/bgh-notzbrfg9-18-notar-ausschreibung-bewerbung-examensnote-zu-schlecht\/\" target=\"_blank\"> Justizministerium in Baden-W\u00fcrttemberg<\/a> ausgeschrieben worden sind. Er wurde abgelehnt, und das, obwohl eigentlich noch 2 Stellen zu besetzen waren. <!--more-->Schriftlich wurde dem Juristen mitgeteilt, dass 9 Bewerber eingestellt wurden und daraufhin das Bewerbungsverfahren abgebrochen wurde. Er habe zwar notarielle Erfahrung, seine Ergebnisse im zweiten Examen seien aber zu schlecht.<\/p>\n<p>Das wollte der Mann so nicht auf sich sitzen lassen und klagte. Er erhoffte sich noch eine der freien Stellen zu bekommen. Doch das OLG Stuttgart wies die Klage ab mit der Begr\u00fcndung, dass die Entscheidung des Ministeriums sachlich begr\u00fcndet und das Bewerbungsverfahren somit rechtswirksam abgebrochen wurde.<\/p>\n<p style=\"border:1px solid; padding: 5px; margin: 2px 0px 10px 0px; line-height: 150%\">\n\t\t\t\tDie RefNews sind das Blog von Juristenkoffer.de - einem der ersten und mit weit mehr als 35.000 zufriedenen Kunden einem der gr\u00f6\u00dften Vermieter von Kommentaren in Deutschland. Bist Du bereits Rechtsreferendar, hast Dir aber noch keinen Juristenkoffer reserviert? Dann informiere Dich jetzt \u00fcber unser Angebot und <a href=\"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/angebot.php?rel=textartikelrefnews\" target=\"_blank\">sichere Dir schnell Deine Examenskommentare<\/a>!\n\t\t\t\t<\/p>\n<p>Die ausgeschriebene Stelle muss nicht mit den tats\u00e4chlichen Bewerbern besetzt werden. Eine zu schlechte Examensnote ist (sachlicher) Grund genug, auch bei noch freien Pl\u00e4tzen auf die Einstellung eines Bewerbers zu verzichten. In der Stellenanzeige wurden mindestens &#8222;\u00fcberdurchschnittliche Rechtskenntnisse&#8220; gefordert, welche laut den Richtern mit 6 Punkten nicht vorzuweisen sind. Und auch die Erfahrung im notariellen Bereich wird nur als Zusatzqualifikation bewertet, sie gleicht das Examensergebnis also nicht aus. Genauso wenig wie die Teilnahme an Vorbereitungslehrg\u00e4ngen auf die notarielle Fachpr\u00fcfung&#8230;\u00a0[RefN]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Examensnoten k\u00f6nnen sehr entscheidend sein. Das erfuhr ein Bewerber aus Baden-W\u00fcrttemberg schmerzlich am eigenen Leib. Das zweite Staatsexamen hatte er im Oktober 2011 mit 6,02 Punkten also einem &#8222;Ausreichend&#8220; bestanden. 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