{"id":11193,"date":"2017-03-30T10:55:30","date_gmt":"2017-03-30T08:55:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/?p=11193"},"modified":"2017-03-29T10:30:00","modified_gmt":"2017-03-29T08:30:00","slug":"das-zweite-und-letzte-ll-m-semester-hat-begonnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/ausland\/das-zweite-und-letzte-ll-m-semester-hat-begonnen\/","title":{"rendered":"Das zweite und letzte LL.M.-Semester hat begonnen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-8507\" src=\"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/flagge-sa-150x150.png\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/>&#8230;oder besser gesagt: es l\u00e4uft mittlerweile schon auf Hochtouren und neigt sich (fast) schon wieder dem Ende zu. *Kinder, wie die Zeit vergeht*<\/p>\n<p>Ende Januar starteten die Vorlesungen f\u00fcr mein zweites LL.M.-Semester. Die langen Semesterferien (November bis Ende Januar) habe ich u.a. genutzt, um mit der Masterarbeit zu beginnen und mit einer Freundin durch S\u00fcdafrika zu reisen. Die Kurse f\u00fcr das Semester habe ich auch recht schnell und ohne gro\u00dfartige \u00dcberlegungen festgelegt. Von zwei Kommilitoninnen aus dem letzten Semester (f\u00fcr die das letzte Semester schon das zweite und somit letzte war, weil sie den LL.M. im Januar 2016 begonnen hatten) bekam ich einige Unterlagen (u.a. ein Buch) f\u00fcr die Kurse, die mich in diesem Semester vom Stundenplan her spontan am meisten angesprochen haben. Der Einfachheit (oder vielleicht auch Faulheit \ud83d\ude09 ) halber &#8211; und damit man nicht wieder Stunden damit verbringen muss sich die Unterlagen zusammenzusuchen und zu kopieren &#8211; bin ich dann auch einfach bei diesen Kursen geblieben (zu 90% passt es vom Material auch, nur ein paar Aufs\u00e4tze wurden ausgetauscht).<!--more--> Die Vorlesungen sind soweit ok\u2026sofern ich ihnen allerdings \u00fcberhaupt folgen kann, denn meine Aufmerksamkeitsspanne ist dieses Semester wirklich unfassbar schlecht. Besonders wenn ich relativ fr\u00fch zwischen 7 und 8 Uhr aufstehe (in Deutschland w\u00e4re das f\u00fcr mich eine normale Uhrzeit, wobei 8 Uhr an Arbeitstagen sogar schon viel zu sp\u00e4t f\u00fcr mich w\u00e4re) ist der Tag recht lang, weil die Vorlesungen ja immer nur am sp\u00e4ten Nachmitag\/Abend stattfinden. Lange arbeiten: kein Problem. Fr\u00fch anfangen und arbeiten: kein Problem. Aber den ganzen Tag quasi &#8222;frei&#8220; haben und dann abends erst das Gehirn richtig einschalten zu m\u00fcssen, um juristische Themen in der Theorie zu behandeln: da spielt meine Konzentration kaum mit und ich fiebere dem Vorlesungsende entgegen.<\/p>\n<p><strong>Masterarbeit und Motivationstief<\/strong><br \/>\nEine Besprechung mit meinem <em>Supervisor<\/em> zum ersten Teilentwurf der Masterarbeit (etwas \u00fcber die H\u00e4lfte der Arbeit) hatte ich Ende Januar. Er schien soweit zufrieden und hat mir auch gutes und ausf\u00fchrliches Feedback gegeben. Ich k\u00f6nnte dennoch deutlich weiter sein und die Masterarbeit mittlerweile l\u00e4ngst fertig haben, aber irgendwie fehlt mir momentan auch hier die Motivation und ich bin ziemlich unproduktiv. Ich kann andererseits aber auch gar nicht wirklich sagen, was ich manche Tage so mache und wieso die Tage trotzdem immer recht schnell rumgehen. \ud83d\ude00 Ehrlicherweise habe ich jede Woche gen\u00fcgend Zeit, da ich letztes Semester an der Uni noch an einigen anderen Veranstaltungen verpflichtend jede Woche teilgenommen habe (u.a. im Township unterrichten), was dieses Semester wegf\u00e4llt. Und es macht hier auch keinen wirklichen Unterschied, ob f\u00fcr mich Wochenanfang, Wochenmitte oder Wochenende ist (selbst die Superm\u00e4rkte haben sonntags lange genug ge\u00f6ffnet). Dennoch ist \u2013 gerade bei gutem Wetter \u2013 die Motivation und der Antrieb ein gro\u00dfes Problem und das Semester kommt mir gef\u00fchlt deutlich k\u00fcrzer vor bzw. die Zeit rast schneller dahin (was wahrscheinlich aber auch mit daran liegt, dass ich seit dem Ende vom letzten Semester insgesamt 3x Besuch aus Deutschland hier hatte).<\/p>\n<p>Den ersten komplett fertigen Entwurf der Masterarbeit m\u00f6chte ich auf jeden Fall noch diese Woche einreichen. An sich lag mein daf\u00fcr urspr\u00fcnglich angedachter Termin schon viel fr\u00fcher, aber sich etwas vornehmen und dann auch so einhalten sind ja bekanntlich zwei verschiedene Paar Schuhe. \ud83d\ude09 Ich gehe davon aus, dass mein <em>Supervisor<\/em> noch einige Kommentare dranschreiben wird oder \u00c4nderungsw\u00fcnsche hat (die sich aber hoffentlich in Grenzen halten weden) und er insgesamt auch etwas Zeit braucht, um es einmal zu lesen. Ich h\u00e4tte die Masterarbeit Ende April dann aber auch wirklich gerne ganz weg vom Tisch, denn bis Mitte April m\u00fcssen noch zwei <em>Assignments <\/em>f\u00fcr die Vorlesungen geschrieben werden, Anfang Mai sind dann beide Pr\u00e4sentationen der <em>Assignments<\/em> und Ende Mai liegen meine Abschlussklausuren. Dann bin ich aber auch &#8211; was die Uni angeht &#8211; fertig (es sei denn die Masterarbeit ist nicht fertig geworden; theoretisch haben wir daf\u00fcr bis Ende September Zeit, da die Abschlussfeier eh erst im Dezember stattfindet, aber ich m\u00f6chte die Masterarbeit nicht mit nach Deutschland nehmen und von dort aus noch dran arbeiten m\u00fcssen). Im Juni, meinem letzten Monat in S\u00fcdafrika, m\u00f6chte ich dann noch 3 Wochen mit einer Freundin reisen und da sind wir gerade eifrig dabei einen Trip zu planen (auch aus dem Grund muss die Masterarbeit schnellstm\u00f6glich fertig werden). Ende Juni geht dann der Flieger nach Deutschland und das LL.M.-Jahr ist vorbei.<\/p>\n<p><strong>Wieder Student sein<\/strong><br \/>\nZum Motivationstief was die Masterarbeit\/den Vorlesungsstoff angeht, kommt allerdings auch, dass direkt mit dem Semesterstart bei mir eine extreme Unlust begonnen hat \u00fcberhaupt wieder zur Uni gehen zu wollen und zu studieren. Es ist nicht so, dass ich die ganze Zeit nur rumreisen m\u00f6chte (w\u00e4re nat\u00fcrlich toll, aber das meine ich damit nichtmal). Vielmehr ist es so, dass mich dieser studentische Ablauf mit der theoretischen Wissensvermittlung immer st\u00e4rker zu nerven beginnt und ich merke, dass es gut ist, dass das Studentenleben nach diesem Semester dann auch wirklich vorbei ist \u2013 besonders, da das Studium hier meist eher dem fr\u00fcheren Schulalltag gleicht weil man sehr an die Hand genommen wird. Auch die Hausaufgaben\/<em>Assignments<\/em> und das man f\u00fcr eine Vorlesung zur n\u00e4chsten Stunde z.B. 200 Seiten (zusammengesucht aus verschiedenen Aufs\u00e4tzen, die man erstmal alle suchen\/ausdrucken muss) lesen soll \u2013 wovon inhaltlich dann eh nicht viel (dauerhaft) h\u00e4ngen bleibt \u2013 nervt mich zunehmends (von den Papierbergen die man anh\u00e4uft und die danach alle in den M\u00fclleimer wandern werden ganz zu schweigen *rettet die B\u00e4ume*). Es gibt ja Leute, die k\u00f6nnten ewig studieren und m\u00f6gen gerade diese theoretische Wissensvermittlung \u2013 ich geh\u00f6re allerdings nicht dazu wie ich erneut deutlich merke. Ein Jahr insgesamt bzw. jetzt das aktuelle Semester kriege ich noch gut rum, aber l\u00e4nger muss das Studentendasein f\u00fcr mich dann auch wirklich nicht mehr sein. Auf dem Campus sind die meisten Studenten deutlich j\u00fcnger (Anfang bis max. Mitte 20) als die (insbesondere deutschen) LL.M.-Studenten. Und den Altersunterschied von manchmal doch gut 10 Jahren merke ich manchmal auch recht deutlich. Kurzum: das &#8222;richtige&#8220; Studentenleben muss nicht mehr gro\u00dfartig l\u00e4nger sein und ich freue mich dann auch wieder darauf \u201erichtig\u201c zu arbeiten und Geld zu verdienen . \ud83d\ude00<\/p>\n<p>Abgesehen vom Unialltag (der an Pflichtterminen mit zweimal pro Woche abends Vorlesung auch recht entspannt ist\u2026WENN man denn sonst mal produktiv w\u00e4re und sich aufraffen k\u00f6nnte ansonsten einiges zu erledigen) war ich montags die letzten paar Male beim Rugby im Stadion. Das war von der Stimmung her richtig gut &#8211; nach den Regeln braucht man mich aber nicht fragen. \ud83d\ude00 Bis vor kurzem hatte ich auch (das dritte und letzte Mal) Besuch aus Deutschland hier und habe erneut den Tourguide gegeben. \ud83d\ude42 Ansonsten liegen die obligatorischen Ausfl\u00fcge in die Umgebung an (oder an besonders hei\u00dfen Tagen mit knapp 37 Grad auch entspannen hier am Pool). Mein gemietetes Auto feiere ich immer noch und ich h\u00e4tte nicht gedacht, dass es wirklich so einen Unterschied macht (das Auto habe ich ja erst seit November). Auch wenn es noch zu fr\u00fch ist, ein Fazit zum gesamten LL.M.-Jahr zu ziehen, so kann ich bereits jetzt schon sagen, dass das Auto wirklich mit die beste Investition in diesem Auslandsjahr war, weil man einfach viel flexibler ist was (spontane) Unternehmungen und Ausfl\u00fcge angeht und man sich auch einfach viel mehr in der Umgebung anguckt.<\/p>\n<p>Viele Gr\u00fc\u00dfe<\/p>\n<p>Emily*<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230;oder besser gesagt: es l\u00e4uft mittlerweile schon auf Hochtouren und neigt sich (fast) schon wieder dem Ende zu. *Kinder, wie die Zeit vergeht* Ende Januar starteten die Vorlesungen f\u00fcr mein zweites LL.M.-Semester. 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