{"id":10480,"date":"2016-02-22T08:03:45","date_gmt":"2016-02-22T06:03:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/?p=10480"},"modified":"2016-02-21T20:44:03","modified_gmt":"2016-02-21T18:44:03","slug":"lasst-die-vorbereitungen-beginnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/ausland\/lasst-die-vorbereitungen-beginnen\/","title":{"rendered":"Ran an den Speck!"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-7558\" src=\"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/MP900309640-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/>Und los geht es mit den Vorbereitungen f\u00fcr das anstehende LL.M-Jahr.<\/p>\n<p>Das A und O f\u00fcr ein LL.M-Studium ist nat\u00fcrlich, sich rechtzeitig und umfassend zu informieren, damit dem geplanten Auslandsaufenthalt auch nichts im Wege steht. Bis es soweit ist und man in der ersten Vorlesung sitzt, ist vorab n\u00e4mlich allerlei zu erledigen. Auf meiner to-do-Liste stehen folgende Punkte:\u00a0<!--more--><\/p>\n<p>&#8211; Unibewerbung (notwendige Unterlagen: Examenszeugnis, Sprachtest, Reisepass)<br \/>\n&#8211; Unigeb\u00fchren bezahlen<br \/>\n&#8211; Visum (Unterlagen f\u00fcr die Visumsbeantragung zusammensammeln, u.a. F\u00fchrungszeugnis, Arztbericht, Krankenversicherung\u2026)<br \/>\n&#8211; Flug<br \/>\n&#8211; Unterkunft<br \/>\n&#8211; (Auffrisch-)Impfungen<br \/>\n&#8211; entscheiden, was mit der Wohnung hier in Deutschland passiert (untervermieten?)<\/p>\n<p><strong>Die Bewerbung<\/strong><br \/>\nGanz am Anfang steht nat\u00fcrlich die Bewerbung an der jeweiligen Universit\u00e4t. Nachdem f\u00fcr mich feststand, dass ich nach Stellenbosch in S\u00fcdafrika gehen m\u00f6chte, ging es im zweiten Schritt darum, konkreter herauszufinden, was f\u00fcr die Bewerbung alles und in welcher Form (postalisch oder elektronisch) erforderlich ist, damit ich die Unterlagen auch rechtzeitig beisammen habe.<\/p>\n<p><strong>Reisepass<br \/>\n<\/strong>Als kleiner Einschub vorweg: ganz wichtig f\u00fcr diejenigen, die noch nie oder das letzte Mal vor sehr langer Zeit im au\u00dfereurop\u00e4ischen Ausland waren ist nat\u00fcrlich die Beantragung eines Reisepasses. Diesen solltet ihr auch fr\u00fch genug bei eurem B\u00fcrgeramt beantragen, da es gut 4 Wochen dauern kann bis der Reisepass druckfrisch aus der Bundesdruckerei in Berlin da ist. F\u00fcr die Beantragung braucht ihr lediglich mit einem biometrisches Passbild und eurem Personalausweis oder bisherigen Reisepass zum B\u00fcrgeramt gehen. Der Reisepass kostet f\u00fcr Personen ab dem vollendeten 24. Lebensjahr 59 Euro und ist 10 Jahre g\u00fcltig. Sobald er abholbereit ist werdet ihr benachrichtigt. Solltet ihr wider Erwarten komplett vergessen haben einen Reisepass zu beantragen und die Bewerbungsfrist oder ein Urlaubsabflug schon kurz bevorstehen, k\u00f6nnt ihr euch einen Express-Reisepass ausstellen lassen, der &#8211; manch einer mag es sich bei dem Wort \u201eexpress\u201c schon gedacht haben &#8211; deutlich schneller, n\u00e4mlich innerhalb von 3-4 Tage nach Antragstellung, abholbereit ist (und ein Schelm, wer auch daran denkt, dass die DB bei einigen ihrer nicht-immer-so-p\u00fcnktlichen Z\u00fcgen auch das Wort \u201eexpress\u201c verwendet ;-)). Der Express-Reisepass ist allerdings deutlich teurer und schl\u00e4gt sich mit 91 Euro auf eurem Konto nieder.<\/p>\n<p><strong>Bewerbungsfristen<\/strong><br \/>\nZur\u00fcck zur eigentlichen LL.M.-Bewerbung: \u00fcber den m\u00f6glichen Studienbeginn und die Bewerbungsfrist habe ich mich nat\u00fcrlich vorab informiert; der LL.M.-Start muss zeitlich ja auch in meine eigene Planung passen. In Stellenbosch kann man den LL.M.-Studiengang zweimal j\u00e4hrlich beginnen: im Februar und im Juli. Die Bewerbungsfrist l\u00e4uft f\u00fcr den Februarstart vom 1. September bis 30. September des Vorjahres und f\u00fcr den Julistart vom 1. M\u00e4rz bis 31. M\u00e4rz\u2026und liegt mit jeweils nur ca. 3-4 Monate vor dem Studienbeginn damit insgesamt recht sp\u00e4t. Da man auch erst einige Zeit nach Ablauf der Bewerbungsfrist die R\u00fcckmeldung der Uni bekommt und dann ja noch allerlei \u201eKleinigkeiten\u201c erledigt werden m\u00fcssen (Visum und die daf\u00fcr ben\u00f6tigten Unterlagen, Flug, Unterkunft, die eigene Unterkunft f\u00fcr das Auslandsjahr ggf. untervermieten etc.) hat man zeitlich keinen gro\u00dfartigen Puffer und eine weit vorausschauende Planung ist nicht m\u00f6glich. Die recht sp\u00e4te Bewerbungsfrist sehe ich sowohl als Vor- und gleichzeitig auch als Nachteil an. F\u00fcr Leute, die einfach noch nicht so weit im Voraus planen k\u00f6nnen\/m\u00f6chten oder sich \u201espontan\u201c \u00fcberlegen ins Ausland zu gehen (z.B. weil f\u00fcr das Referendariat am gew\u00fcnschten Ort die Wartezeit zu lang ist) ist dieser enge zeitliche Ablauf nat\u00fcrlich perfekt. F\u00fcr die USA muss man sich oft schon 1 Jahr vor Studienbeginn um die Bewerbung k\u00fcmmern &#8211; hinzu kommt, dass dort auch standardm\u00e4\u00dfig Motivations- und\/oder Empfehlungsschreiben gefordert werden, was f\u00fcr Stellenbosch nicht erforderlich ist (und damit auch wirklich einiges an Zeit spart). F\u00fcr Stipendienbewerbungen liegen die Fristen oftmals auch extrem fr\u00fch, so dass man sich schon gut 1-1.5 Jahre vor eigentlichem Studienbeginn mit dem Prozedere auseinandersetzen muss.<\/p>\n<p><strong>LL.M.-Beginn<\/strong><br \/>\nM\u00f6glich ist also ein LL.M.-Start im Februar und im Juli. Was ist nun besser? Wann man den LL.M.-Studiengang in Stellenbosch beginnt ist relativ egal. Das akademische Jahr l\u00e4uft von Februar bis November und endet offiziell mit der <em>graduation ceremony<\/em> im Dezember.<br \/>\nDer Februarstart ist mit dem <em>first semester<\/em> der \u201eoffizielle\u201c Unistart (\u00e4hnlich dem Wintersemester in Deutschland, bei dem ja einfach doch mehr los ist als zum Sommersemesterbeginn). Im Juli (<em>second semeste<\/em>r) starten deutlich weniger Studieng\u00e4nge \u2013 die Anzahl der (neuen) LL.M.-Studenten soll wohl aber bei beiden Terminen \u00e4hnlich gro\u00df sein. Der Vorteil am Februarstart ist sicherlich, dass man das akademische Jahr dann auch mit der offiziellen <em>graduation ceremony<\/em>, die nur Anfang Dezember stattfindet, abschlie\u00dft. Wenn man erst kurz vor Studienbeginn an- und direkt nach der Absolventenfeier abreist, ist man von Februar bis Anfang Dezember in S\u00fcdafrika und kann theoretisch nach \u201enur\u201c 10 Monaten wieder zu Hause sein.<br \/>\nDer LL.M.-Start im Juli hat hingegen den Vorteil, dass man ein komplettes Jahr dort verbringt und auch den gesamten sch\u00f6nen Sommer, der in die Semesterferien (Dezember\/Januar) f\u00e4llt, mitnimmt. Auch die geografisch nicht gro\u00dfartig Bewanderten werden sicher erkennen: S\u00fcdafrika liegt auf der S\u00fcdhalbkugel. Wenn wir hier in Deutschland im Winter am Fr\u00f6steln sind, ist dort also gerade Sommer. Mein LL.M.-Jahr wird diesen Juli beginnen (heute in 5 Monaten bin ich schon da :-), allerdings ist dort dann gerade Winter und es wird recht frisch \ud83d\ude41 ). Die Abschlussklausuren des Semesters liegen im November. Im Dezember\/Januar habe ich dann Semesterferien &#8211; f\u00fcr die sich aber auch schon Besuch aus Deutschland angek\u00fcndigt hat \ud83d\ude42 &#8211; und im Februar geht es dann mit der Uni weiter. Im Juni n\u00e4chsten Jahres ist das Auslandsjahr (und damit wirklich auch 1 Jahr) dann zu Ende &#8211; leider aber ohne gro\u00dfe <em>graduation ceremony<\/em>.<br \/>\nDer aufmerksame und mathematisch begabte Leser wird nun sicher 1 + 1 zusammengez\u00e4hlt haben und sich denken: \u201eMoment, wenn ihr LL.M.-Jahr im Juli beginnt, dann hat sie sich doch jetzt aber noch gar nicht beworben und hat auch noch gar keine Unizusage. Die Bewerbung ist doch erst kommenden Monat m\u00f6glich.\u201c\u2026riiiiiichtig! \ud83d\ude09 Warum blogge ich aber schon so dar\u00fcber, als wenn alles in trockenen T\u00fcchern ist? Zum einen nat\u00fcrlich, weil ich euch auch an den aktuellen Vorbereitungen teilhaben lassen will, zum anderen aber auch, weil ich ganz fest von einer Zusage ausgehe und ein Plan B auf die K\u00fcrze auch schlichtweg nicht existiert. Dass man zeitlich erst so sp\u00e4t Bescheid bekommt (wie gesagt: erst einige Wochen nach der Deadline (31.3); ich rechne mit Mitte April bis Mitte Mai), ob es mit dem Studium in Stellenbosch klappt, hat mich nat\u00fcrlich auch zun\u00e4chst beunruhigt \u2013 immerhin stehe ich schon im Berufsleben und h\u00e4tte auch dort bleiben k\u00f6nnen. Ich war daher auch etwas unsicher, ob ich wirklich alles auf eine Karte setzen soll \u2013 aber anders geht es nunmal nicht und den anderen Bewerbern geht es ja auch nicht anders (Art. 3 GG \u2013 ab und an muss ich ja etwas Jura einflie\u00dfen lassen, damit mein Blog auch zu einer Juraseite dazugeh\u00f6rend w\u00fcrdig ist ;-)). Ich habe mich darum bei ehemaligen Stellenbosch-Studenten informiert und auch das wirklich sehr hilfsbereite und nette <em>International Office<\/em> der Universit\u00e4t kontaktiert und angefragt, wie denn die Chancen stehen, dass ich eine Zusage bekommen werde. Auf der Homepage der Universit\u00e4t fand ich lediglich als Richtwert, dass 6 Punkte im 1. Examen gefordert werden &#8211; und das scheint es auch wirklich gewesen zu sein. Denn die einhellige Antwort von ehemaligen Studenten und der Universit\u00e4t lautete: die Zusage ist so gut wie garantiert. Wenn man die geforderten 6 Punkte mitbringt, sollte es keine Probleme geben. Ich habe bei dem ganzen Rumgefrage auch nicht einmal geh\u00f6rt, dass jemand jemanden kennt (der jemanden kennt usw. \ud83d\ude09 ) der eine Absage erhalten h\u00e4tte. Da ich das 1. Examen mit \u00fcber 6 Punkte absolviert habe gehe ich daher auch fest von einer Zusage aus. Die Universit\u00e4ten haben zudem auch ein wirtschaftliches Interesse an internationalen Studenten und ich kann \u2013 oder will \u2013 mir jetzt auch nicht vorstellen, dass ich eine Absage erhalte (heieiei, das w\u00e4re ein Fiasko ungeahnten Ausma\u00dfes und der darauffolgende Blogeintrag w\u00fcrde wahrscheinlich aus einem Haufen heulender Smileys bestehen). Man k\u00f6nnte sich \u201evorsichtshalber\u201c nat\u00fcrlich noch an anderen Universit\u00e4ten in S\u00fcdafrika bewerben: aber ich m\u00f6chte wirklich nur nach Stellenbosch, von daher: ganz oder\u2026.ganz. \ud83d\ude09<\/p>\n<p><strong>Unterkunft:<\/strong><br \/>\nAn die Unterkunftssuche macht man sich in der Regel ja erst, wenn man die Unizusage auch in trockenen T\u00fcchern hat. Nicht so: ich. *g* Die Unterkunft habe ich schon seit knapp einem Monat fest gebucht und der Mietvertrag ist unterschrieben. Wie \u00fcberall gibt es auch in Stellenbosch die M\u00f6glichkeit in ein Studentenwohnheim zu ziehen oder auf dem freien Wohnungsmarkt nach einer WG oder Wohnung zu suchen. Die Unterkunftssuche gestaltet sich bei Auslandsaufenthalten ja eher etwas komplizierter, als wenn man innerhalb Deutschlands in der favorisierten Unistadt eine Unterkunft sucht. Zu der kann man &#8211; je nach Entfernung &#8211; auch mal so eben hinfahren und sich das Ganze vor Ort live angucken. Eine Unterkunft online zu finden ist heutzutage aber kein Problem mehr: jedenfalls hat das bei meinen fr\u00fcheren Aufenthalten im Ausland auch immer gut geklappt und oft findet man auch gute Erfahrungsberichte auf die man zur\u00fcckgreifen kann mit noch konkreten Ansprechpartnern die dort gewohnt haben. Eine negative \u00dcberraschung blieb mir bisher zum Gl\u00fcck immer erspart. Man k\u00f6nnte nat\u00fcrlich auch erst anreisen, sich ein Hostelzimmer nehmen und dann vor Ort in Ruhe nach einer Unterkunft suchen (so haben es in der Wahlstation auch einige gemacht und so habe ich es auch in einigen LL.M.-Berichten gelesen). Ich pers\u00f6nliche erledige aber so viel wie m\u00f6glich gerne vorab und habe die Dinge dann festgezurrt &#8211; jedenfalls sofern es m\u00f6glich ist und nat\u00fcrlich nur, wenn ich ein gutes Gef\u00fchl dabei habe und auch alles stimmt. &#8222;Irgendwas&#8220; h\u00e4tte ich nun auch nicht genommen, denn daf\u00fcr bin ich zeitlich ja auch sehr fr\u00fch dran. Die meisten begeben sich ja erst konsequenterweise ab April\/Mai (nach der Unizusage) auf die Suche nach einer Unterkunft &#8211; und auch das reicht zeitlich aus, denn darauf hat sich auch der Wohnungsmarkt eingestellt. Ich habe auch gar nicht damit gerechnet, dass ich nun wirklich derart fr\u00fch eine Unterkunft fest miete und es war mehr reiner Zufall wie alles zusammenkam. \u00dcber das Internet habe ich Jemanden kennengelernt, der das LL.M.-Jahr vor kurzem in Stellenbosch absolviert hat und mir neben hilfreichen Tipps zum Leben vor Ort im Endeffekt dann auch seine damalige Unterkunft vermittelt hat. Neben vielen Fragen meinerseits, die er stets geduldig beantwortet hat, kamen wir dann auch auf das Wohnen in Stellenbosch zu sprechen. Er hat mir von seiner Unterkunft dort erz\u00e4hlt und auch Bilder geschickt. Und was soll ich sagen: es hat mir auf Anhieb supergut gefallen, der Kontakt mit den Vermietern war auch sehr nett und es hat einfach alles gepasst, so dass ich gesagt habe: hier wird nicht lange gez\u00f6gert: das nehme ich\u2026und so kann ich einen gro\u00dfen Posten auf der to-do-Liste bereits streichen. \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Soweit f\u00fcr heute. Demn\u00e4chst folgt auch schon der n\u00e4chste Beitrag, denn es gibt noch sooo viel zu berichten (z.B. zum Sprachtest oder den Reiseimpfungen, die ich auch gerade angehe). Und n\u00e4chste Woche kann ich mich dann auch endlich konkret bewerben \u2013 dar\u00fcber werde ich euch nat\u00fcrlich auch auf dem Laufenden halten.<\/p>\n<p>Liebe Gr\u00fc\u00dfe<br \/>\nEmily*<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und los geht es mit den Vorbereitungen f\u00fcr das anstehende LL.M-Jahr. Das A und O f\u00fcr ein LL.M-Studium ist nat\u00fcrlich, sich rechtzeitig und umfassend zu informieren, damit dem geplanten Auslandsaufenthalt auch nichts im Wege steht. Bis es soweit ist und man in der ersten Vorlesung sitzt, ist vorab n\u00e4mlich allerlei zu erledigen. 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