{"id":10446,"date":"2016-02-16T00:12:59","date_gmt":"2016-02-15T22:12:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/?p=10446"},"modified":"2016-02-16T01:50:01","modified_gmt":"2016-02-15T23:50:01","slug":"i-am-back-again-emily-goes-abroad-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/ausland\/i-am-back-again-emily-goes-abroad-teil-2\/","title":{"rendered":"I am back again! &#8211; Emily goes abroad (Teil 2)"},"content":{"rendered":"<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-7091\" src=\"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/MP900438586.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/>Oder: Was will die denn wieder hier im Blog? \u2013 Teil 2<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><em>[&#8230;und hier die <a href=\"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/ausland\/i-am-back-again-emily-goes-abroad\/\">Fortsetzung zum ersten LL.M.-Beitrag<\/a>]<\/em><\/p>\n<p><strong>Der ideale Zeitpunkt f\u00fcr den LL.M.<\/strong><br \/>\nTja, der ideale Zeitpunkt. Gibt es den \u00fcberhaupt? Irgendwas ist doch immer: Pr\u00fcfungsstress, gerade erst in eine andere Stadt umgezogen oder einen Job begonnen, neu verliebt oder frisch getrennt\u2026es scheint, als findet sich sowieso nie der \u201erichtige\u201c Zeitpunkt. Richtig ist aber doch eigentlich eh nur, was ihr draus macht. Habt ihr Lust auf einen LL.M. und es ist irgendwie realisierbar? Dann macht es! Tut es f\u00fcr euch und nicht f\u00fcr Freunde\/Familie\/Partner oder den Nachbar-Hamster. Klar kann so ein Jahr f\u00fcr eine Beziehung eine schwierige H\u00fcrde sein, aber hey: es ist \u201enur\u201c ein Jahr und damit ein Klacks verglichen mit den Jahrzehnten die vor euch liegen (sollten). Eine gute Beziehung wird das aushalten \u2013 und die M\u00f6glichkeit sich zu besuchen gibt es ja auch. \ud83d\ude42 H\u00e4lt es die Beziehung nicht aus, war es das auch nicht wert. Wer wei\u00df schon was die Zukunft bringt?\u00a0<!--more--><\/p>\n<p>Zeitlich gesehen absolvieren die meisten Studenten den LL.M. nach dem 1. Examen. Warum? Weil es sich einfach anbietet. Oftmals muss sowieso \u2013 mal mehr, mal weniger \u2013 Zeit bis zum Refstart \u00fcberbr\u00fcckt werden und die M\u00f6glichkeit nochmal \u201erauszukommen\u201c und sich f\u00fcr das anstrengende Examen zu belohnen ist nat\u00fcrlich ein Lichtblick, der einen auf den letzten Schritten der m\u00fcndlichen Pr\u00fcfung vielleicht sogar noch etwas mehr befl\u00fcgelt. Zudem sind die anderen Studenten im Ausland altersm\u00e4\u00dfig auf einem \u00e4hnlichen Level. Der Nachteil ist nat\u00fcrlich, dass man \u2013 je nach Programm und Land \u2013 schon sehr fr\u00fch (in der Examensvorbereitung oder rund um den Examenstermin) ggf. parallel mit den LL.M.-Planungen besch\u00e4ftigt ist &#8211; nicht nur bei Stipendien, auch abh\u00e4ngig vom Land\/Uni kann der Bewerbungsaufwand sehr zeitintensiv sein, wie ich bei einigen Bekannten miterlebt habe, die nach dem 1. Examen f\u00fcr ein LL.M.-Jahr ins Ausland gegangen sind. Ich wollte das LL.M.-Jahr ja eigentlich auch gerne nach dem 1. Examen angehen. Aber wie schon gesagt: es passte finanziell schon nicht. Nach dem 2. Examen empfinde ich es jetzt als f\u00fcr mich pers\u00f6nlich als idealen Zeitpunkt: ich gehe total entspannt ins Auslandsjahr, ohne danach noch 2 Jahre das Referendariat vor mir zu haben. Und irgendwie freue ich mich sogar wieder darauf, etwas zu lernen. Ich kann das LL.M.-Jahr zudem komplett finanzieren, was f\u00fcr mich gedanklich auch sehr beruhigend ist. Bewusst ist mir allerdings auch, dass ich altersm\u00e4\u00dfig zu den \u00e4lteren Studenten geh\u00f6ren werde. Da ich mich selbst noch f\u00fcr ganz gut in Schuss halte, st\u00f6rt mich das jetzt nicht: aber noch ein paar Jahre \u00e4lter w\u00fcrde ich auch nicht sein wollen; dann w\u00e4re der Zug f\u00fcr mich wohl auch (gedanklich) abgefahren und ich w\u00e4re nicht mehr ins Ausland gegangen \u2013 zumindest nicht f\u00fcr ein LL.M.-Jahr.<\/p>\n<p><strong>Und was macht man dann mit dem LL.M.?<\/strong><br \/>\nWenn man in die freie Wirtschaft geht, bekommt man ihn eventuell honoriert und entsprechend mehr Gehalt bzw. stellt er halt eine gute Basis dar, wenn es um die Gehalts-Verhandlungen geht. Im \u00f6ffentlichen Dienst ist er hierf\u00fcr nicht wirklich einsetzbar: die Entgeltgruppe \u00e4ndert sich durch einen LL.M. nicht. Aber ihr solltet bei dem LL.M. ja auch nicht als erstes an die ungewisse Zukunft denken und ob\/wie er sich ggf. auszahlt \u2013 sondern was er euch bringt. Ihr macht ihn, weil ihr Lust darauf habt \u2013 und nicht, weil in Zeitschrift xyz steht und der Nachbar von dem ehemaligen Jurakollegen gesagt hat, er habe geh\u00f6rt sein ehemaliger Kommilitone verdiene nun xyz Euro mehr im Jahr bei seiner neuen Stelle weil er einen LL.M. hat. Vielleicht gut zu h\u00f6ren, <em>dass<\/em> es sowas gibt \u2013 aber das bringt euch ja an der Stelle einfach nichts. Wenn ihr dann sp\u00e4ter im \u00d6ffentlichen Dienst landen solltet oder bei einer kleineren Kanzlei anheuert, die sich das einfach nicht leisten kann, ihr aber sonst vollkommen zufrieden seid: so what! Dann ist doch alles f\u00fcr euch und eure Situation perfekt. Gerade im Jurabereich sind diese &#8222;Erfolgs- und Versagungsstorys&#8220; m.E. manchmal echt furchtbar. Ja, es ist auch in meinen Augen viel Willk\u00fcr etc. dabei. Aber irgendwann muss man das Ganze mal mit etwas Abstand betrachten und sich denken: sch*** drauf, ich kann es nicht \u00e4ndern &#8211; also mache ich das (f\u00fcr mich) beste draus. Da bringt es dann auch nichts zu lesen, dass jemand mit einem Pr\u00e4dikatsexamen es nicht in die zweite Bewerberrunde bei Unternehmen xyz geschafft hat \u2013 jemand anderes mit 5 Punkten aber eine Runde weiter ist. Klar sch\u00f6pft das Hoffnung f\u00fcr die notenschwachen Kandidaten und es mag ja auch motivierend sein, sowas mal zu h\u00f6ren &#8211; weil gerade im juristischen Bereich wird verst\u00e4rkt auf die Note geachtet und die Pers\u00f6nlichkeit und Person steht erstmal dahinter. Aber im Endeffekt bringt es euch selbst auch nichts und es gibt keine Garantie, ob\/wie es bei euch sp\u00e4ter l\u00e4uft. Da hilft nur: probieren geht \u00fcber studieren. Also weniger nach links und rechts und daf\u00fcr geradeaus schauen \u2013 dann wird jeder seinen Weg schon finden und gehen (herrje, ich f\u00fchle mich gerade als w\u00e4re ich f\u00fcr irgendein Motivationsseminar gebucht worden *g*). \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Also zur\u00fcck zur Frage, was der LL.M. einem noch bringt: man hat 3 Buchstaben, die man sich (mit der Universit\u00e4t in Klammern) hinter den Namen schreiben und dar\u00fcber freuen kann, dass die Namenszeile auf der Visitenkarte l\u00e4nger wird und man bei einem ggf. eh schon langen Namen nun sogar eine zweite Zeile braucht. \ud83d\ude09 Nein, im Ernst: also diejenigen die auch im Studium schon gierig darauf waren und sich dort schon voller Stolz Briefk\u00f6pfe mit einem <em>stud. iur<\/em>. oder<em> cand. iur.<\/em> gebastelt haben, wenn sie ein Zeitungsabo k\u00fcndigen wollten; denen wird bei einem LL.M. hinter dem Namen dann wohl erst Recht euphorisch einer abgehen \u2013 ansonsten: es zeigt die erfolgreiche Absolvierung einer juristischen Zusatzqualifikation; die Welt rettet man damit aber nicht und sie dreht sich genauso weiter wie vorher. Einen LL.M. kann man also haben&#8230;muss man aber nicht. Um ganz normal als Volljurist in der ganzen Bandbreite t\u00e4tig zu sein, stellt der LL.M. jedenfalls keine <em>essentialia negotii<\/em> f\u00fcr die Berufst\u00e4tigkeit dar (da blieb doch glatt noch was h\u00e4ngen aus den ersten Semestern, trotz der letzten 2 Jahre Berufsleben). \ud83d\ude00<\/p>\n<p><strong>Wo geht es denn nun hin?<\/strong><br \/>\nNachdem ich nun virtuell extrem viel und allgemein geschwafelt habe (sorry!), komme ich nun auch endlich mal zu dem Punkt, in dem ich speziell auf mein LL.M.-Vorhaben eingehe. Um es kurz zu machen und die Spannung nicht bis ins schier Unermessliche zu steigern: ich habe mich f\u00fcr S\u00fcdafrika entschieden.<br \/>\nWarum? Der Grund ist ganz einfach: ich war noch nie in Afrika, wollte dort aber immer schonmal hin. Ich wollte zudem einen englischsprachigen LL.M. belegen und die Lebenshaltungskosten und Studiengeb\u00fchren sind f\u00fcr mich bezahlbar \u2013 von daher gab es f\u00fcr mich auch keine nennenswerten Alternativen, die ich in Betracht gezogen habe. Auch nach dem 1. Examen, als ich ja bereits \u00fcberlegt habe den LL.M. zu absolvieren, war f\u00fcr mich klar, dass daf\u00fcr nur S\u00fcdafrika in Frage kommt. Damals hatte ich mich schon (wirklich sehr umfassend) informiert und daraus bereits eine leichte Tendenz zur Universit\u00e4t Stellenbosch (ca. 50 km \u00f6stlich von Kapstadt entfernt) entwickelt. Da es damals dann aber doch nichts wurde mit dem LL.M. habe ich mir jetzt zwar nochmal alles angeguckt, verglichen (F\u00e4cherangebot, Erfahrungsberichte, eigenes Gef\u00fchl etc.) und die Wahl fiel am Ende auf: die Universit\u00e4t Stellenbosch (Stellenbosch University = SU). \ud83d\ude42 Als einzig denkbare Alternative zwischen der ich gedanklich etwas am schwanken war, kam mir noch die Universit\u00e4t Kapstadt (University of Cape Town = UCT) in den Sinn, denn prinzipiell bin ich ja auch eher die Gro\u00dfstadtliebhaberin. Aber nach diversen Erfahrungsberichten \u00fcber das Internet oder \u00fcber einige Ecken (aus meinem direkten Umfeld war leider niemand dort), Kontakte \u00fcber Foren zu Studenten die vor kurzem in Stellenbosch f\u00fcr ein LL.M.-Jahr waren (Gru\u00df und tausend Dank insbesondere an N.A.. \ud83d\ude09 ) stand f\u00fcr mich fest: es kann nur Stellenbosch werden. \ud83d\ude42 Und mit der Entscheidung bin ich \u00fcbergl\u00fccklich.<br \/>\nAus meinem direkten Umfeld haben zwar einige Leute den LL.M. absolviert (verglichen mit der Gesamtzahl an Juristen (auch aus dem Studium\/Ref-AG) sind es aber doch eher sehr wenige und nur eine etwas gr\u00f6\u00dfere Handvoll) &#8211; in S\u00fcdafrika war von denen jedoch niemand (sondern in den USA, UK, Europa, Australien). Von denjenigen, die f\u00fcr ein LL.M.-Jahr weg waren \u2013 egal in welchem Land und an welcher Uni \u2013 habe ich wirklich nicht ein einziges Mal geh\u00f6rt, dass sie das Auslandsjahr bereut h\u00e4tten. Vielmehr haben es einige bereut den LL.M. nicht gemacht zu haben und nicht (nochmal) ins Ausland gegangen zu sein als sich die Chance prinzipiell bot.<\/p>\n<p>So, ich hoffe euch haben die ersten beiden \u2013 doch sehr ausf\u00fchrlichen \u2013 Eintr\u00e4ge gefallen. Und ich hoffe nat\u00fcrlich auch, dass sich der ein oder andere Leser finden wird, den ich bei den Vorbereitungen &#8211; und dann nat\u00fcrlich auch ins Auslandsjahr &#8211; virtuell mitnehmen kann (pers\u00f6nlich w\u00e4re zwar auch eine Option, da wird es aber wohl leider Probleme mit der Freigep\u00e4ckgrenze geben). Ich werde jedenfalls versuchen so regelm\u00e4\u00dfig wie m\u00f6glich zu bloggen. In den n\u00e4chsten Eintr\u00e4gen geht es dann weg von dem allgemeinen blabla \u00fcber den LL.M. und hin zu meinen laufenden Vorbereitungen (ich denke bzw. hoffe jedenfalls, dass es vielleicht ganz hilfreich war euch zun\u00e4chst erstmal einen allgemeinen und etwas umfassenderen \u00dcberblick \u00fcber den LL.M. und meine Motivation, warum-wieso-weshalb ich ihn \u00fcberhaupt (noch) machen m\u00f6chte, zu geben). \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Liebe Gr\u00fc\u00dfe oder wie es auf afrikaans hei\u00dft (jahaaa, die Vorfreude macht auch nicht davor halt, dass ich mir bereits einen Reisef\u00fchrer mit integriertem W\u00f6rterbuch zugelegt habe): <em>beste groete<\/em><\/p>\n<p>Emily*<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oder: Was will die denn wieder hier im Blog? \u2013 Teil 2 [&#8230;und hier die Fortsetzung zum ersten LL.M.-Beitrag] Der ideale Zeitpunkt f\u00fcr den LL.M. Tja, der ideale Zeitpunkt. Gibt es den \u00fcberhaupt? 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