{"id":10180,"date":"2015-07-24T08:39:21","date_gmt":"2015-07-24T06:39:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/?p=10180"},"modified":"2016-07-31T11:02:11","modified_gmt":"2016-07-31T09:02:11","slug":"viel-abwechslung-beim-rechtsamt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/verwaltungsstation\/viel-abwechslung-beim-rechtsamt\/","title":{"rendered":"Viel Abwechslung beim Rechtsamt?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-6138\" src=\"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/MP900444333.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/>Mittlerweile ist einige Zeit vergangen, seit ich meinen letzten Stationsbericht hier gepostet habe. Meine Verwaltungsstation habe ich beim Rechtsamt verbracht. Und irgendwie musste ich mich dazu &#8222;zwingen&#8220;, endlich den versprochenen Beitrag dazu zu verfassen. Vielleicht weil es nicht gerade die aufregendste meiner Stationen war. Das mag nun schlimmer klingen, als es tats\u00e4chlich war. Denn die Themen, mit denen ich zu tun hatte, waren durchaus breit gef\u00e4chert.<!--more--> Zudem herrschte im Team des Rechtsamts eine sehr angenehme Atmosph\u00e4re. Dennoch: Umgehauen hat es mich nicht gerade&#8230; \ud83d\ude09 Aber der Reihe nach:<\/p>\n<p><strong>Warum das Rechtsamt?<\/strong><\/p>\n<p>Da mir der Bezug zum Verwaltungsrecht w\u00e4hrend des Studiums eher fehlte, wollte ich mir urspr\u00fcnglich keine klassische Verwaltungsstation aussuchen. Vor dem Ref hatte ich mir \u00fcberlegt, mich bei einer gr\u00f6\u00dferen Verwaltungsbeh\u00f6rde zu bewerben, die nicht unbedingt viel Bezug zum Verwaltungsrecht im Allgemeinen aufweist. Ich hatte im Studium eine Vorlesung zum Versicherungsrecht und die Bafin erschien mir zun\u00e4chst als eine sehr interessante Stationsbeh\u00f6rde. Zu Beginn des Refs kamen mir dann doch Zweifel, ob ich tats\u00e4chlich jeden Tag die lange Fahrtzeit von \u00fcber einer Stunde in Kauf nehmen wollte. Also schaute ich mich nach Stellen um, die mit einer k\u00fcrzeren Anreise verbunden waren.<\/p>\n<p>Eine dieser nahegelegenen Beh\u00f6rden war das Rechtsamt. Erst w\u00e4hrend der Recherche erfuhr ich, dass die Themen, mit denen sich das Rechtsamt befasst, nicht rein verwaltungsrechtlich, sondern \u00e4u\u00dferst vielschichtig sind. Au\u00dferdem stie\u00df ich auf einen Bericht einer ehemaligen Referendarin, die ihre Station bei diesem Rechtsamt sehr positiv schilderte.<\/p>\n<p style=\"border:1px solid; padding: 5px; margin: 2px 0px 10px 0px; line-height: 150%\">\n\t\t\t\tDie RefNews sind das Blog von Juristenkoffer.de - einem der ersten und mit weit mehr als 35.000 zufriedenen Kunden einem der gr\u00f6\u00dften Vermieter von Kommentaren in Deutschland. 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Ich konnte aber fr\u00fcher anfangen und auch meine Mittagspause verk\u00fcrzen, so dass ich mehr vom Nachmittag hatte.<\/p>\n<p><strong>Die Aufgaben<\/strong><\/p>\n<p>Meine Ausbilderin hat mir von Beginn an Akten zur Bearbeitung \u00fcbertragen. Meistens war ein Gutachten zu verfassen. Die Gutachten gliedern sich in eine kurze Darstellung des Sachverhalts, die rechtliche W\u00fcrdigung und einen zusammenfassenden Vorschlag. Das mag sich ziemlich aufw\u00e4ndig anh\u00f6ren. Die Gutachten umfassen allerdings meist nur zwei bis drei Seiten.<\/p>\n<p>Die Fragestellungen, die es zu begutachten galt, waren vielseitig. Neben baurechtlichen und kommunalrechtlichen Fragestellungen habe ich etwa auch Sachen aus dem Familien- und Erbrecht behandelt. Zum Beispiel musste ich einmal begutachten, ob ein Antragsteller Anspruch auf sozialrechtliche Unterst\u00fctzung hat, oder ihm dieser Anspruch wegen eines Erbfalls verwehrt ist. Es ging unter anderem um die Ausschlagung eines Erbes, den daraus resultierenden Anspruch auf den Pflichtteil und die Frage, ob der Antragsteller diesen Anspruch geltend machen muss. Die meisten Gutachten habe ich innerhalb von maximal ein paar Stunden erledigt. Es gab aber auch ein gr\u00f6\u00dferes Projekt, an dem ich \u00fcber mehrere Wochen gearbeitet habe und f\u00fcr das ich zur Recherche in die Bibliothek gefahren bin.<\/p>\n<p><strong>Der Arbeitsalltag beim Rechtsamt<\/strong><\/p>\n<p>Neben der Erstellung von Gutachten, hatte ich Gelegenheit bei Besprechungen mit anderen Fachabteilungen teilzunehmen und bei den Gerichtsterminen anwesend zu sein. Mit der Leitung des Rechtamts ist ein recht abwechslungsreicher Arbeitsalltag verkn\u00fcpft. Die Sachbearbeiter dagegen haben dagegen einen reinen B\u00fcrojob, bei dem \u2013 zumindest erschien es mir so \u2013 der einzige Kontakt zu Personen au\u00dferhalb des Rechtsamts telefonisch oder auf dem Flur stattfindet.<\/p>\n<p><strong>Die Arbeitsgemeinschaft<\/strong><\/p>\n<p>Die Arbeitsgemeinschaft war in der Verwaltungsstation deutlich umfangreicher als in den vorigen Stationen. Wir hatten einmal pro Woche vormittags und nachmittags jeweils dreieinhalb Stunden AG, bei zwei unterschiedlichen AG-Leitern. Einen Einf\u00fchrungslehrgang gab es dieses Mal nicht. Das hei\u00dft, wir waren bereits ein paar Tage in unseren Ausbildungsstellen bevor die Arbeitsgemeinschaft begann.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Die T\u00e4tigkeit an sich hat mir Spa\u00df gemacht und ich habe einiges \u00fcber die Abl\u00e4ufe innerhalb einer Stadtverwaltung gelernt. M\u00fcsste ich mich erneut entscheiden, w\u00fcrde ich die Station wieder beim Rechtsamt absolvieren. Ich kann mir aber schwer vorstellen, sp\u00e4ter einmal dort zu arbeiten. Obwohl ich nette Kollegen hatte, stets R\u00fccksprache halten konnte und viele interessante sowie unterschiedliche Themen bearbeitet habe, arbeitet man doch \u2013 sofern man das Rechtsamt nicht gerade leitet und damit nach au\u00dfen vertritt \u2013 viel alleine im B\u00fcro und hat nicht allzu viel Kontakt nach au\u00dfen. Gerade das fehlte mir aber.<\/p>\n<p>Immerhin wei\u00df ich nun schon einmal, was ich sp\u00e4ter nicht machen m\u00f6chte. Das ist ja auch schon etwas. \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittlerweile ist einige Zeit vergangen, seit ich meinen letzten Stationsbericht hier gepostet habe. Meine Verwaltungsstation habe ich beim Rechtsamt verbracht. Und irgendwie musste ich mich dazu &#8222;zwingen&#8220;, endlich den versprochenen Beitrag dazu zu verfassen. Vielleicht weil es nicht gerade die aufregendste meiner Stationen war. 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