{"id":441,"date":"2011-10-19T18:38:55","date_gmt":"2011-10-19T16:38:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.juristenkoffer.de\/rechtsreferendariat\/?p=441"},"modified":"2026-04-08T16:29:43","modified_gmt":"2026-04-08T14:29:43","slug":"grundsaetzliches-zum-auswahlverfahren-saarland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/rechtsreferendariat\/saarland\/grundsaetzliches-zum-auswahlverfahren-saarland\/","title":{"rendered":"Grunds\u00e4tzliches zum Auswahlverfahren"},"content":{"rendered":"<p>Wenn du dich im Saarland f\u00fcr das Referendariat bewirbst, landest du erst einmal im Bereich des <strong>Gesetzes Nr. 1198 \u00fcber die Beschr\u00e4nkung der Zulassung zum Vorbereitungsdienst<\/strong>. Das klingt erst mal streng, ist aber eigentlich nur die Regelung f\u00fcr den Fall, dass es mehr Bewerber als Pl\u00e4tze gibt. Grunds\u00e4tzlich hat zwar jeder mit einer bestandenen ersten Pr\u00fcfung einen verfassungsrechtlich gesch\u00fctzten Anspruch auf Ausbildung, aber dieser st\u00f6\u00dft an seine Grenzen, wenn die Kohle im Haushalt nicht reicht oder die Kapazit\u00e4ten der Gerichte und Beh\u00f6rden ersch\u00f6pft sind. Der Justizminister regelt dann per Verordnung, wie viele Leute wirklich aufgenommen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Sollte der Platzmangel eintreten \u2013 was meistens der Fall ist \u2013, wird nach einem klaren Punktesystem ausgesiebt. Zuerst wird ein <strong>Zehntel der Pl\u00e4tze (10 %)<\/strong> f\u00fcr die sogenannten <strong>H\u00e4rtef\u00e4lle<\/strong> reserviert. Das sind Bewerber, bei denen eine Nichtzulassung eine \u201eau\u00dfergew\u00f6hnliche H\u00e4rte\u201c bedeuten w\u00fcrde. Wer hier nicht landet, rutscht in den gro\u00dfen Topf der restlichen 90 % der freien Stellen. Diese werden nach zwei Hauptkriterien vergeben: <strong>Sechs Zehntel (60 %)<\/strong> gehen strikt nach dem <strong>Ergebnis der ersten juristischen Staatspr\u00fcfung<\/strong>. Hier z\u00e4hlt also jeder Punkt aus deinem Examen. Die restlichen <strong>vier Zehntel (40 %)<\/strong> werden nach der <strong>Dauer der Wartezeit<\/strong> vergeben. Das bedeutet, wer schon l\u00e4nger in der Warteschleife h\u00e4ngt, rutscht nach oben.<\/p>\n<p>Interessant ist, dass man sich seine Wartezeit \u201eaufh\u00fcbschen\u201c kann. Wenn du zum Beispiel Wehrdienst, Zivildienst oder ein freiwilliges soziales Jahr geleistet hast, werden diese Zeiten angerechnet. Sogar Kindererziehungszeiten z\u00e4hlen dazu, wenn sie die Ausbildung verz\u00f6gert haben. Falls am Ende zwei Bewerber exakt den gleichen Rang haben (gleiche Note und gleiche Wartezeit), muss das <strong>Los entscheiden<\/strong>. Wer allerdings l\u00e4nger als zwei Jahre erfolglos gewartet hat, wird bevorzugt ber\u00fccksichtigt, bevor \u00fcberhaupt die Quotenregelung nach Note und Wartezeit greift. Das Ganze wird offiziell vom <strong>Saarl\u00e4ndischen Oberlandesgericht<\/strong> verwaltet, das \u00fcber die Aufnahme entscheidet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn du dich im Saarland f\u00fcr das Referendariat bewirbst, landest du erst einmal im Bereich des Gesetzes Nr. 1198 \u00fcber die Beschr\u00e4nkung der Zulassung zum Vorbereitungsdienst. Das klingt erst mal streng, ist aber eigentlich nur die Regelung f\u00fcr den Fall, dass es mehr Bewerber als Pl\u00e4tze gibt. Grunds\u00e4tzlich hat zwar jeder mit einer bestandenen ersten [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[22],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/rechtsreferendariat\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/441"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/rechtsreferendariat\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/rechtsreferendariat\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/rechtsreferendariat\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/rechtsreferendariat\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=441"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/rechtsreferendariat\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/441\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3771,"href":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/rechtsreferendariat\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/441\/revisions\/3771"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/rechtsreferendariat\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=441"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/rechtsreferendariat\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=441"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/rechtsreferendariat\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=441"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}