{"id":416,"date":"2011-10-19T18:14:42","date_gmt":"2011-10-19T16:14:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.juristenkoffer.de\/rechtsreferendariat\/?p=416"},"modified":"2026-04-06T11:27:14","modified_gmt":"2026-04-06T09:27:14","slug":"bewerbung-und-bewerbungsverfahren-rheinland-pfalz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/rechtsreferendariat\/rheinland-pfalz\/bewerbung-und-bewerbungsverfahren-rheinland-pfalz\/","title":{"rendered":"Bewerbung und Bewerbungsverfahren"},"content":{"rendered":"<p>Das Bewerbungsverfahren wird zentral durch das Oberlandesgericht Koblenz durchgef\u00fchrt. Der Antrag auf Aufnahme in den Vorbereitungsdienst muss sp\u00e4testens <strong>acht Wochen vor dem Einstellungstermin<\/strong> vollst\u00e4ndig eingegangen sein [\u00a7 14 Abs. 2 JAPO]. Es handelt sich hierbei um eine Ausschlussfrist.<\/p>\n<p>Folgende <strong>Bewerbungsunterlagen<\/strong> sind zwingend einzureichen:<\/p>\n<ul>\n<li>Ein aktueller Lebenslauf.<\/li>\n<li>Zwei Passbilder (bei elektronischer Einreichung eines), auf der R\u00fcckseite mit Namen versehen.<\/li>\n<li>Eine unbeglaubigte Kopie der Geburtsurkunde.<\/li>\n<li>Ggf. unbeglaubigte Kopien der Heiratsurkunde oder Lebenspartnerschaftsurkunde (mit Nachweis des gef\u00fchrten Namens) sowie Geburtsurkunden der Kinder.<\/li>\n<li>Eine unbeglaubigte Kopie des Reifezeugnisses (Abitur).<\/li>\n<li>Eine unbeglaubigte Kopie des Zeugnisses \u00fcber die erste juristische Pr\u00fcfung.<\/li>\n<li>Ggf. Nachweise \u00fcber abgeleistete Dienste (Wehrdienst, FSJ etc.) zur Anrechnung von Wartepunkten.<\/li>\n<li>Ggf. Nachweise f\u00fcr einen H\u00e4rtefallantrag.<\/li>\n<li>Ggf. Nachweis \u00fcber das Bestehen des &#8222;Freischusses&#8220;.<\/li>\n<li>Eine Erkl\u00e4rung \u00fcber die Beantragung eines F\u00fchrungszeugnisses zur Vorlage bei einer Beh\u00f6rde (Belegart 0).<\/li>\n<li>Ggf. ein unterzeichneter Antrag auf Ableistung des Referendariats in Teilzeit.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Bewerbungsunterlagen stehen f\u00fcr den Mai-Termin ab Januar und f\u00fcr den November-Termin ab Juli zur Verf\u00fcgung. Sie k\u00f6nnen schriftlich unter Beilage eines frankierten R\u00fcckumschlags (DIN A5\/C5), per E-Mail oder \u00fcber die Webseite des OLG Koblenz im PDF-Format angefordert werden. Eine Bewerbung f\u00fcr sp\u00e4tere als den unmittelbar n\u00e4chsten Termin ist nicht m\u00f6glich und wird unbearbeitet zur\u00fcckgesandt.<\/p>\n<p><span style=\"color: #3d5b99;\"><em>Das weitere Verfahren<\/em><\/span><\/p>\n<p>Wenn man nach den oben genannten Kriterien zu den Bewerbern geh\u00f6rt, die eingestellt werden k\u00f6nnen, erh\u00e4lt man ein <strong>konkretes Angebot<\/strong>. Diese muss man dann unverz\u00fcglich annehmen. Stellen, die nicht angenommen wurden, werden den n\u00e4chsten Kandidaten auf der Liste angeboten (<strong>\u201eNachr\u00fcckverfahren\u201c<\/strong>).<\/p>\n<p><span style=\"color: #3d5b99;\"><em>Ber\u00fccksichtigung von Ortsw\u00fcnschen<\/em><\/span><\/p>\n<p>Im Rahmen der Bewerbung kann man zwar <strong>Ortsw\u00fcnsche<\/strong> \u00e4u\u00dfern. Jedoch k\u00f6nnen nicht alle Ortsw\u00fcnsche ber\u00fccksichtigt werden. Zudem ist die Beschr\u00e4nkung der Bewerbung auf einen Ort nicht zul\u00e4ssig. Das <a href=\"https:\/\/olgko.justiz.rlp.de\/de\/ausbildung-stellenangebote\/referendarausbildung\/bewerbung-und-einstellung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">OLG Koblenz weist au\u00dferdem darauf<\/a> hin, dass insbesondere f\u00fcr das LG Mainz mehr W\u00fcnsche eingehen, als Referendarpl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung stehen.\u00a0Vorrangig ber\u00fccksichtigt werden daher Bewerber, die soziale Bindungen (z.B. verheiratet, Kinder) haben. Auch eine im Rahmen des Referendariats fortgesetzte Nebent\u00e4tigkeit an der Universit\u00e4t des Landes Rheinland-Pfalz findet vorrangige Ber\u00fccksichtigung. Weiterhin ist entscheidend, ob der Bewerber einen gewachsenen Lebensmittelpunkt im gew\u00fcnschten Landgerichtsbezirk hat. Ausreichend ist dabei ein langj\u00e4hriger Wohnsitz im Bezirk, eine dort abgeschlossene Schulausbildung\/Lehre oder eine famili\u00e4re Anbindung. Nicht ausreichend ist hingegen der blo\u00dfe Studienwohnsitz, eine bereits gemietete Wohnung oder eine Verlobung. Auch wichtige Gr\u00fcnde, wie eine nachhaltige ehrenamtliche T\u00e4tigkeit, k\u00f6nnen zu einer vorrangigen Ber\u00fccksichtigung f\u00fchren. Bei der \u00f6rtlichen Zuweisung werden zudem auch \u201eLandeskinder\u201c bevorzugt, selbst wenn keine der zuvor genannten Kriterien zutreffen.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde f\u00fcr den Ortswunsch und einer vorrangigen Ber\u00fccksichtigung sind durch Vorlage entsprechender Nachweise zu belegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bewerbungsverfahren wird zentral durch das Oberlandesgericht Koblenz durchgef\u00fchrt. Der Antrag auf Aufnahme in den Vorbereitungsdienst muss sp\u00e4testens acht Wochen vor dem Einstellungstermin vollst\u00e4ndig eingegangen sein [\u00a7 14 Abs. 2 JAPO]. Es handelt sich hierbei um eine Ausschlussfrist. Folgende Bewerbungsunterlagen sind zwingend einzureichen: Ein aktueller Lebenslauf. 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