{"id":3850,"date":"2011-10-19T15:01:53","date_gmt":"2011-10-19T13:01:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/rechtsreferendariat\/?p=3850"},"modified":"2026-04-08T19:56:06","modified_gmt":"2026-04-08T17:56:06","slug":"nebentaetigkeiten-und-stationsentgelte-14","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/rechtsreferendariat\/brandenburgneu\/nebentaetigkeiten-und-stationsentgelte-14\/","title":{"rendered":"Nebent\u00e4tigkeiten und Stationsentgelte"},"content":{"rendered":"<p>Viele Referendare wollen oder m\u00fcssen sich etwas dazuverdienen. Das ist grunds\u00e4tzlich m\u00f6glich, aber an Regeln gekn\u00fcpft. <strong>Jede Nebent\u00e4tigkeit<\/strong> \u2013 egal ob bezahlt oder unbezahlt (wie z.B. die \u00dcbernahme einer Treuh\u00e4nderschaft) \u2013 musst du sp\u00e4testens drei Wochen vor Beginn beim OLG-Pr\u00e4sidenten beantragen. Die Genehmigung wird dir in der Regel erteilt, solange deine Ausbildung nicht darunter leidet. Ein hartes Limit gibt es bei der Zeit: Du darfst <strong>nicht mehr als 10 Wochenstunden bzw. 43 Stunden im Monat<\/strong> nebenbei arbeiten. Wer im Examen durchgefallen ist und im Erg\u00e4nzungsvorbereitungsdienst steckt, bekommt eine Nebent\u00e4tigkeit oft nur sehr schwer oder gar nicht genehmigt, weil dann die volle Konzentration dem zweiten Versuch geh\u00f6ren soll.<\/p>\n<p>Finanziell gesehen gibt es eine Freigrenze: Du darfst so viel dazuverdienen, wie deine Brutto-Unterhaltsbeihilfe betr\u00e4gt. Erst <strong>was dar\u00fcber hinausgeht<\/strong>, wird auf deine Beihilfe angerechnet und f\u00fchrt zu K\u00fcrzungen. Da die Nebent\u00e4tigkeit steuerlich meist als Zweitjob (Steuerklasse 6) gewertet wird, bleibt vom Brutto-Verdienst oft weniger \u00fcbrig, als man hofft.<\/p>\n<p>Etwas anders sieht es <strong>bei den sogenannten Stationsentgelten<\/strong> aus, die du vor allem in der Anwalts- oder Wahlstation bekommst. In Brandenburg gibt es \u2013 anders als zum Beispiel in Berlin \u2013 keine feste Deckelung f\u00fcr diese Zahlungen. Die Kanzlei kann dir also theoretisch so viel zahlen, wie sie will,<strong> ohne dass deine Unterhaltsbeihilfe gek\u00fcrzt wird<\/strong>. Aber Achtung: Das OLG betrachtet das Ganze als ein einheitliches Arbeitsverh\u00e4ltnis. Das bedeutet, die Steuern und Sozialabgaben f\u00fcr das Geld von der Kanzlei werden direkt von deiner Unterhaltsbeihilfe abgezogen. Du bekommst von der Kanzlei das volle vereinbarte Brutto ausgezahlt, aber dein \u00dcberweisungsbetrag vom Land schrumpft entsprechend. Die Kanzlei muss dem OLG gegen\u00fcber schriftlich best\u00e4tigen, dass sie <strong>mit diesem Abrechnungsverfahren<\/strong> (dem &#8222;Brandenburger Modell&#8220;) einverstanden ist und am Ende die Arbeitgeberanteile an das Land zur\u00fcckzahlt. Ohne diese Zusage wirst du der Station gar nicht erst zugewiesen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Referendare wollen oder m\u00fcssen sich etwas dazuverdienen. Das ist grunds\u00e4tzlich m\u00f6glich, aber an Regeln gekn\u00fcpft. Jede Nebent\u00e4tigkeit \u2013 egal ob bezahlt oder unbezahlt (wie z.B. die \u00dcbernahme einer Treuh\u00e4nderschaft) \u2013 musst du sp\u00e4testens drei Wochen vor Beginn beim OLG-Pr\u00e4sidenten beantragen. Die Genehmigung wird dir in der Regel erteilt, solange deine Ausbildung nicht darunter leidet. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[241],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/rechtsreferendariat\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3850"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/rechtsreferendariat\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/rechtsreferendariat\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/rechtsreferendariat\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/rechtsreferendariat\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3850"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/rechtsreferendariat\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3850\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3860,"href":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/rechtsreferendariat\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3850\/revisions\/3860"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/rechtsreferendariat\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3850"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/rechtsreferendariat\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3850"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/rechtsreferendariat\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3850"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}