{"id":320,"date":"2011-10-19T15:29:20","date_gmt":"2011-10-19T13:29:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.juristenkoffer.de\/rechtsreferendariat\/?p=320"},"modified":"2026-04-08T11:21:58","modified_gmt":"2026-04-08T09:21:58","slug":"grundsaetzliches-zum-auswahlverfahren-bremen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/rechtsreferendariat\/bremen\/grundsaetzliches-zum-auswahlverfahren-bremen\/","title":{"rendered":"Grunds\u00e4tzliches zum Auswahlverfahren"},"content":{"rendered":"<p>Wenn du dich f\u00fcr das Referendariat in der Hansestadt Bremen interessierst, solltest du wissen, dass die Pl\u00e4tze dort hei\u00df begehrt, aber streng limitiert sind. Pro Jahr stellt das Hanseatische Oberlandesgericht (OLG) Bremen insgesamt <strong>50 Referendarinnen und Referendare<\/strong> ein. Diese Pl\u00e4tze werden auf zwei Termine verteilt, sodass pro Halbjahr (April und Oktober) jeweils 25 Nachwuchsjuristen an den Start gehen k\u00f6nnen. Aber wie wird eigentlich entschieden, wer den Zuschlag bekommt? Das Ganze folgt einem festen Schl\u00fcssel, der im <strong>Vorbereitungsdienst-Zulassungsgesetz<\/strong> geregelt ist.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst gibt es eine Quote f\u00fcr H\u00e4rtef\u00e4lle: <strong>Bis zu 15 % der Pl\u00e4tze<\/strong> sind f\u00fcr Bewerber reserviert, bei denen eine Ablehnung eine besondere soziale H\u00e4rte bedeuten w\u00fcrde. Danach geht es um Ausdauer und die Note: <strong>Bis zu 45 % der Pl\u00e4tze<\/strong> werden an diejenigen vergeben, die sich schon einmal erfolglos in Bremen beworben haben, wobei hier das Ergebnis der ersten juristischen Pr\u00fcfung den Ausschlag gibt. Die <strong>restlichen Pl\u00e4tze<\/strong> werden dann rein nach der Leistung \u2013 also der Note des ersten Staatsexamens \u2013 unter allen anderen Bewerbern verteilt.<\/p>\n<p>Interessant ist dabei, dass du dich erst dann offiziell im \u201eechten\u201c Topf befindest, wenn du dein Zeugnis \u00fcber die erste Pr\u00fcfung eingereicht hast. Solange du nur den Nachweis \u00fcber die Zulassung zur ersten Pr\u00fcfung hast, wirst du lediglich in einer <strong>Vormerkliste<\/strong> gef\u00fchrt und musst dein Zeugnis unverz\u00fcglich nachreichen, um auf die eigentliche Bewerberliste zu r\u00fccken. Falls die Bewerberzahlen die Kapazit\u00e4ten sprengen (was oft der Fall ist), wird das Auswahlverfahren durchgef\u00fchrt, wobei nur vollst\u00e4ndige Bewerbungen ber\u00fccksichtigt werden, die sp\u00e4testens <strong>sechs Wochen vor dem Einstellungstermin<\/strong> eingegangen sind.<\/p>\n<p>Wer also nach dem Motto \u201eWer zuerst kommt, mahlt zuerst\u201c denkt, liegt hier falsch \u2013 es z\u00e4hlt die Kombination aus <strong>Leistung, Wartezeit und pers\u00f6nlicher Situation<\/strong>. Die rechtliche Grundlage f\u00fcr dieses ganze Prozedere bildet neben dem Zulassungsgesetz auch das <strong>Bremische Gesetz \u00fcber die Juristenausbildung und die erste juristische Pr\u00fcfung (JAPG)<\/strong>, insbesondere die \u00a7\u00a7 39 ff. JAPG, die die Aufnahme in den Vorbereitungsdienst regeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn du dich f\u00fcr das Referendariat in der Hansestadt Bremen interessierst, solltest du wissen, dass die Pl\u00e4tze dort hei\u00df begehrt, aber streng limitiert sind. Pro Jahr stellt das Hanseatische Oberlandesgericht (OLG) Bremen insgesamt 50 Referendarinnen und Referendare ein. 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