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  Ausgabe 06/2016
Dienstag, der 09.02.2016
     

 / Baden-Württemberg / Zivilrechtsstation

Online-Lernprogramm für Referendare aus Baden-Württemberg

Als erstes Bundesland bietet Baden-Württemberg seinen Referendaren ein Online-Lernprogramm namens “ELAN-REF” an. Das Programm soll die Referendare während des Einführungslehrgangs und den ersten beiden Stationen begleiten. Zunächst ist es also auf Zivilrechts- und Strafrechtsstation begrenzt, eine Erweiterung ist aber zu erwarten. Ziel des Ganzen ist die Entlastung der Arbeitsgemeinschaften von Wissensvermittlung. In den AG´s kann man sich dann auf Vertiefungen und Wiederholung von Klausur- sowie Praxiswissen konzentrieren.

Laut Justizministerium Baden-Württemberg ist der Ablauf wie folgt: Eine Stimme führt durch die Inhalte, unterstützt von Texten, Übersichten und Grafiken. Es gibt Übungen mit Lernerfolgskontrollen und der Lernfortschritt wird anhand von Prozenten angezeigt. Die Anmeldung findet über die Seite www.elan-ref.de statt mit Hilfe eines Passwortes. Leider können sich nur Referendare aus Baden-Württemberg anmelden, daher war es uns nicht möglich, einen Blick in das Programm zu werfen. Wenn also jemand schon mit dem Programm gearbeitet hat, bitte einen kurzen Kommentar schreiben, damit wir auch ein Statement aus der Praxis haben.

Quelle Bild: https://www.elan-ref.de/



    Kommentare zum Artikel:
  1. Jens Altemeier sagte:

    Wir möchten auch auf unser Informationsangebot für Referendarinnen und Referendare unter http://www.rechtsreferendariat-bw.de hinweisen. Dort kann unter dem Menüeintrag “E-Learning” eine Demosequenz aus ELAN-REF heruntergeladen werden.

  2. Wolfgang von Baden sagte:

    ELAN-REF ist total gut!!!!

    Hier wird – auch noch gelungen und abwechslungsreich dargestellt – das zivilprozessuale Basiswissen verständlich und nachvollziehbar vermittelt. Super finde ich auch die zahlreichen Übungen in oder zu den einzelnen Kaptiteln. Neben dem Lernkontrolleffekt gefallen mir die vielen verschiedenen Aufgabenstellungen, wobei toll ist, dass beispielsweise bei Multipe Choice-Aufgaben die Antworten beim nächsten Aufruf in einer anderen Reihenfolge erscheinen, so dass man sich echt konzentrieren muss. Die Beispiele/Formulare brauche ich jetzt noch nicht, ich denke, die werden dann für die Praxisstation hilfreich sein. Seit ich den Zugang habe, vergeht kein Tag, in welchem ich nicht mit ELAN lerne!

  3. Anastasia sagte:

    Dann will ich euch doch auch mal meine ersten Eindrücke von ELAN-REF schildern:

    Das Programm ist gewissermaßen in Kapitel aufgebaut, beginnend mit einer Einleitung zum Programm, über das Kapitel “Allgemeines” zum Zivilprozess, dann gibt’s ein Kapitel zum Normalprozess und eins zu Besonderheiten im Verfahrensgang.

    Mein erster Eindruck, als ich mich durch “Allgemeines” arbeitete, war durchwachsen. Man erfährt nichts, was man nicht eh schon wusste, wenn man in Vorbereitung auf’s Erste Examen mal ein mitteldickes ZPO-Buch/Skript gelesen hat (Organisation im Gericht, Gerichtsaufbau und Instanzenzug, Prozessvoraussetzungen, Zuständigkeiten, Prozessmaximen..). Ich hab schon angefangen, am Mehrwert des Programms zu zweifeln, denn ich hatte das Gefühl bzw die Befürchtung, dass es zwar ‘ne ganz nette Wiederholungsmöglichkeit darstellt, sich darin aber auch erschöpft.

    Aber, man soll den Tag ja nicht vor dem Abend schlechtreden, ich hab mich weiter durchgekämpft, und es wurde besser! Zum Schluss von “Allgemeines” werden beispielsweise die Grundzüge des Kostenrechts dargestellt, etwas, mit dem wohl die wenigsten Jungreferendare schon mal zu tun hatten. Dazu gibt es auch einige Übungsaufgaben (Kurzer Sachverhalt, dann soll man die errechneten Kosten eintippen, und anschließend wird erklärt, was die richtige Lösung ist), die noch offene Fragen recht gut klären dürften.

    Im Kapitel zum Normalprozess geht es dann damit los, dass die Klageschrift näher erläutert wird. Das ganze auch sehr beispielhaft an einer “echten” Klageschrift erläutert, in dem man einzelne Elemente (zB Namen der Parteien, Anträge, etc.) anklicken kann und diese dann kurz mit Verweis auf die ZPO erklärt werden.
    Weiter bin ich im Moment leider noch nicht, aber wenn ihr wollt, schreib ich bei Gelegenheit und entsprechendem Lernfortschritt mal weiteres über meine Eindrücke.

    Ich glaube nach anfänglicher Skepsis inzwischen jedenfalls, dass das Ziel ‘Entlastung der AG von der Wissensvermittlung’ mit ELAN-REF tatsächlich zu erreichen ist. Das Programm ist meinem Eindruck nach sehr gut geeignet, uns die Basics anschaulich und verständlich zu vermitteln, und bietet die Möglichkeit, dass alle AG-Mitglieder schon zu Anfang auf den gleichen Stand gebracht werden. Das dürfte dann im Einführungslehrgang und in der AG die Chance geben, dass man vertiefter arbeitet und sich eben nicht zu lange bei der Vermittlung der absoluten Basics aufhält.

    Mal abwarten, ob das dann auch so ist!
    Grüße.

  4. Anastasia sagte:

    Achso, meine Ausführungen beziehen sich natürlich auf den Teil zum Zivilrecht. Der Rest ist für uns noch gar nicht freigeschaltet. :)

  5. Michael sagte:

    Super! Vielen Dank für diesen Bericht zum ELAN-REF!


  6.  
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