Ranking: Die Durchfallquoten im Jahr 2009
Ende März sind die Zahlen zum zweiten Examen aus dem Jahr 2009 veröffentlicht worden. Die durchschnittliche Durchfallquote hat sich im Vergleich zu 2008 nochmals verringert. Sie sank von 16,7 % auf nunmehr 16,0 %.
Es gibt aber auch überraschende Entwicklungen: So ist auf einmal NRW auf Platz 2 des Rankings zu finden; und die wenigsten Durchfaller gibt es in Baden-Württemberg! Im Einzelnen:
- Sachsen-Anhalt: 22,1 % (- 1,0 %)
- Nordrhein-Westfalen: 21,8 % (+ 1,0 %)
- Mecklenburg-Vorpommern: 21,8 (+ 2,2 %)
- Schleswig-Holstein: 20,5 % (+ 5,2 %)
- Brandenburg: 18,4 % (- 2,5 %)
- Berlin: 16,9 % (+ 0,5 %)
- Saarland: 15,7 % (+ 1,7 %)
- Bremen: 15,6 % (+ 0,4 %)
- Thüringen: 15,5 % (- 8,1 %)
- Niedersachsen: 15,5 % (- 2,2 %)
- Hessen: 14,6 % (+ 0,3 %)
- Sachsen: 14,3 % (- 3,2 %)
- Bayern: 12,9 % (- 0,8 %)
- Rheinland-Pfalz: 9,9 % (- 2,3 %)
- Hamburg: 9,6 % (- 1,2 %)
- Baden-Württemberg: 7,0 % (- 5,7 %)
Nächste Woche erscheint dann im RefBlog das Ranking zu den Prädikatsexamina im zweiten Examen 2009!


Kommentare zum Artikel:
Auch lustig ist das Sinken der Durchfallquote in Thüringen gleich um mehr als 8 %! An diesen Schwankungen sieht man, dass man anhand der Durchfallquote lieber nicht das Bundesland aussuchen sollte, in dem man das Referendariat machen will.
@ Der Schreiber:
Ja, da dürftest du recht haben.
Besonders signifikant finde ich allerdings die neuen Quoten aus BaWü. Nachdem ihnen die Referendare langsam abhanden gekommen waren, hat man schleunigst sowohl die Durchfallquoten gesenkt, als auch die Prädikatsquoten erhöht. Und zwar beide Positionen maßgeblich.
Wenn sich nun viele Absolventen des Ersten darauf verlassen, und aufgrund einer erhöhten Anzahl die Quoten wieder anziehen, so sind diejenigen gekniffen.
Das Ganze trägt m.M.n. jedenfalls nicht zur generellen Glaubwürdigkeit der Notengebung in Jura bei.
Nicht, dass ich es den jew. Jahrgängen nicht gönne, aber gerade BaWü und Thüringen machen sich doch ziemlich lächerlich mit dieser Geschichte.
@Kungelei: Insofern stimme ich Dir, was die Notengebung angeht, zu! Dass gerade in den Stadtstaaten und sehr kleinen Bundesländern mit wenigen Referendaren in einem Prüfungsdurchgang die Quoten sehr schwanken, kann man noch nachvollziehen. Aber gerade in den großen Bundesländern sollte das “Gesetz der großen Zahlen” durchgreifen. Da ist es wirklich nicht zu erklären, warum die Prozentzahlen derart schwanken. Es kann ja nicht sein, dass im Jahr 2008 die Referendare deutlich schlechter waren als die, die dann 2009 ins Examen mussten…
@Michael:
Genau das meine ich. Es ist ja auch nicht gerade fair, wenn die erreichte Note in einem bestimmten BL von politischen Entscheidungen abhängt.
Dann kommt es nämlich zu einem großen Teil darauf an, wann man konkret Examen macht.
Soll heißen, ein Kandidat, welcher im Jahre 2008 ein Ausreichend erhielt, hätte möglicherweise ein Jahr später ein Befriedigend erhalten, der mit Befriedigend möglicherweise ein VB.
Das ist zwar nicht zwingend, aber solche Fälle gibt es mit Sicherheit. Das dürfte zu großen Unsicherheiten führen.
Alles in allem sehr durchschaubar.
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