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  Ausgabe 50/2017
Mittwoch, der 13.12.2017
     

 / Vor dem Referendariat

Justizminister Guido Wolf setzt sich für Teilzeitreferendariat ein

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Wir haben hier schon öfter davon berichtet – vom Rechtsreferendariat in Teilzeit. Nun setzt sich auch Guido Wolf (CDU), Justizminister vom Baden-Württemberg, auf Bundesebene dafür ein. Denn die Justiz müsse ihren Beitrag zum familienfreundlichen Arbeits- und Ausbildungsverhältnis leisten. “Auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf legen wir in der Justiz großen Wert”. Da aber eine Änderung der Juristenausbildung erforderlich ist und das Deutsche Richtergesetz geändert werden muss, erarbeitete Wolf mit seinem Ministerium ein entsprechendes Modell und brachte es eine Arbeitsgruppe der Justizminister-Konferenz ein. Dieses soll nun als Basis für einen Gesetzentwurf dienen.

Die Möglichkeit das Referendariat in Teilzeit, also statt in 24 Monaten in 30 Monaten abzuleisten, soll gerade denjenigen zugute kommen, die minderjährige Kinder betreuen oder sich um pflegebedürftige Angehörige kümmern. So soll sich zwar das Referendariat insgesamt verlängern, die Wochenstundenzahl aber reduzieren. Die Unterhaltsbeihilfe wird entsprechend reduziert.

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Und dass diese Idee unter den Referendaren Zuspruch finden würde, stellte sich bereits letzten Winter heraus. Die Arbeitsgruppe Teilzeitreferendariat der Justizminister-Konferenz befragte 368 Referendare mit Kindern, ob sie ein solches in Anspruch nehmen würden. 128 lehnten es ab, die Mehrheit aber, also 233 antworteten mit “Ja”.

Könntet Ihr Euch vorstellen, Euren Vorbereitungsdienst in Teilzeit zu absolvieren? Oder würdet Ihr ihn trotz oder gerade wegen gewisser Umstände (wie Kinder) schnell hinter Euch bringen?

Der Artikel wurde am 24. Oktober 2017 von veröffentlicht.