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  Ausgabe 50/2017
Mittwoch, der 13.12.2017
     

 / Strafrechtsstation

Polizeifahrt während der Strafrechtsstation

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Es ist nicht erstaunlich, dass gerade die Strafrechtsstation wie im Fluge vergeht. Denn anders als die Verwaltungsstation, von der man immer nur hört, dass sie sehr langweilig sein soll, gibt es in der Strafrechtsstation richtig viele Highlights: Nicht nur dass man das erste Mal offiziell als Jurist vor Gericht auftritt und plädiert, man hat auch die Möglichkeit, mit den AG-Kollegen einen “Trinktest” zu machen, eine JVA auch mal von innen zu sehen, sich eine Obduktion anzuschauen und schließlich bei einer Polizeifahrt mitzumachen!

In der AG wurde eine Liste rumgereicht, in der man sich für bestimmte Zeiten für die Teilnahme an einer Polizeifahrt eintragen konnte. Die Pflicht dazu, eine solche mal mitzumachen besteht natürlich nicht, aber aus unserer AG haben sich – bis auf ein paar Pendler – alle für eine solche Fahrt eingetragen. Dementsprechend wurde es bei der Vergabe der Wunschtermine eng. Ich habe schließlich eine Nachtschicht zugeteilt bekommen und bin dann gegen 22.00 Uhr an einem Samstag zur Polizeiwache gefahren. Dort ist die Mitnahme von Referendaren wohl absolute Routine, so dass die Atmosphäre sehr locker war. Wenig später ging es dann auch schon los.

Das einzig “Spektakuläre” auf meiner Fahrt war die Meldung einer Fahrerflucht, wo wir dann mit Sirene und Höchsttempo zum Unfallort gefahren sind. Der vermeintliche Unfallflüchtige stand aber noch bei der Unfallstelle, so dass es sich die Meldung dann doch als falsch herausstellte. Ansonsten ging es in meiner Schicht ausschließlich um Ruhestörungen von zu lauten Privatpartys. Also klingeln, ermahnen und wieder zurückfahren. Insgesamt war das mal ganz interessant, eine solche Polizeifahrt mitzumachen. Ich kann es nur jedem empfehlen. Man sollte aber nicht glauben, dass man dann am laufenden Band Fälle wie Toto & Harry zu lösen hat 😉

Der Artikel wurde am 26. September 2017 von veröffentlicht. Ela ist eine ehemalige Referendarin aus NRW.