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Das Blog zum Rechtsreferendariat

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REFERENDARIAT NEWS
REFNEWS
  Ausgabe 17/2017
Sonntag, der 30.04.2017
     

Und die azur Awards 2017 gehen an…
von

Zum 6. Mal wurden am 16. Februar 2017 die azur Awards für besonderes Engagement in der Förderung junger Juristen ausgezeichnet.

Bei einer festlichen Abendveranstaltung in Köln wurden vier Arbeitgeber ausgezeichnet, deren Mitarbeiterzufriedenheit und Dynamik bei der Verbesserung und Weiterentwicklung ihrer Angebote hinsichtlich der Nachwuchs- und Karriereförderung weit über dem Durchschnitt lagen.

Voraussetzung für eine Nominierung ist die Beschäftigung deutscher Juristen und dass diese einen Nutzen aus den gestellten Angeboten ziehen. Berücksichtigt werden hierbei Arbeitgeber aller Art, also Kanzleien, Rechtsabteilungen, Behörden oder Beratungsgesellschaften.  »»» 

Rund um die mündliche Prüfung – Protokolle-Assessorexamen.de
von

Ihr möchtet bestmöglich auf die mündliche Prüfung vorbereitet sein? Dann solltet Ihr alle Vorteile unserer Plattform Protokolle-Assessorexamen.de nutzen!

Es stehen nun rund 25.000 Protokolle für Euch zur Vorbereitung auf die mündliche Prüfung kostenlos zur Verfügung! Sofort nach der Bestellung erhaltet Ihr aktuelle Protokolle Eurer Prüfer online als PDF-Dateien.

Auch haben wir eine nach Rechtsgebieten sortierte Sammlung kostenloser Original-Aktenvorträge zusammengestellt, die von den Justizprüfungsämtern veröffentlicht wurden. Bundeslandspezifisch könnt Ihr ebenso sehen, wie der Aktenvortrag im 2. Examen gewichtet wird sowie wie viel Zeit Ihr für die Vorbereitung bekommen werdet.  »»» 

Syndikus – bei Nachwuchsjuristen eher unbeliebt
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Das Arbeiten in einer Rechtsabteilung wird als Berufseinstieg immer unbeliebter. Laut der azur-Bewerberumfragen von den Jahren 2010 bis 2016 setzte sich diese Entwicklung immer weiter fort. 2010 gaben 58,7% der Berufsanfänger der Kanzlei den Vorzug, 2016 waren es schon 70,4%. Die prozentualen Anteile für einen Berufseinstieg in einer Behörde/Justiz, Beratungsgesellschaft oder einem Unternehmen sanken dementsprechend. 21,0% hatten sich 2010 für die Arbeit in einem Unternehmen interessiert, 2016 nur noch 10,5%.  »»» 

von Bundesverband WindEnergie e.V.
Der Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) ist mit 20.000 Mitgliedern einer der größten Verbände der Branche der Erneuerbaren Energien. Er vertritt über 2.100 Betreibergesellschaften und weitere 1.100 Hersteller, Zulieferer und Dienstleister der Branche. Der BWE setzt sich seit Jahren erfolgreich für einen nachhaltigen und effizienten Ausbau der Windenergie in Deutschland ein. In der Bundesgeschäftsstelle in Berlin beschäftigt der Verband rund 50 hauptamtliche Mitarbeiter an der Schnittstelle von Wirtschaft und Politik. Zur Unterstützung unserer juristischen Arbeit suchen wir ab sofort und laufend einen Rechtsreferendar (m/w).
Initiativstellungnahme des DAV
von

In einer Initiativstellungnahme äußerte sich im Februar 2017 der Deutsche Anwaltverein (DAV) zum Thema Nebentätigkeiten und Stationsvergütung für Referendare.

Zum Hintergrund: die Ausbildungsentgelte im juristischen Vorbereitungsdienst dürfen sich am Sozialhilferecht orientieren, was heißt, dass Referendare praktisch auf zusätzliches Einkommen angewiesen sind. Doch das ist oft mit rechtlichen Problemen verbunden. Die Regelung handhaben die Bundesländer teils sehr unterschiedlich und intransparent. Und auch die zusätzliche Vergütung in Anwaltskanzleien ist für alle Beteiligten erschwert worden.  »»» 

Legal Project Manager – ein neues Berufsbild
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Der Legal Project Manger, eine Mischung aus Jurist, Ökonom und Projektmanager, ist ein neues Berufsbild, das aus Zeiten der Globalisierung und Digitalisierung hervorgeht.

In den USA sind Juristen immer mehr als diese angestellt und arbeiten in Großkanzleien oder großen Unternehmen. Zu ihren Aufgaben zählen das Qualitätsmanagement und die Beaufsichtigung der Einhaltung rechtlicher Standards und Vorschriften sowie des zeitlichen und finanziellen Rahmens bei Großprojekten. Somit geht das Wissen über das eines “einfachen” Juristen hinaus.  »»» 

Spickzettel in der mündlichen Prüfung

“Das Mitführen eines Pfuschzettels während der Vorbereitungszeit für den Aktenvortrag kann damit sanktioniert werden, dass der Aktenvortrag für ungenügend (0 Punkte) erklärt wird” – so die nicht überraschenden Ausführungen des Verwaltungsgerichts Köln.

Es stellt sich schon die Frage, ob es sich lohnt, sich für den Aktenvortrag einen Spickzettel zu schreiben. Zudem durchaus interessant, wie der Kandidat erwischt wurde:  »»» 

Deine Meinung zählt

Wie lange vor dem Examen würdest Du "tauchen"?

Beihilfe zum Geheimnisverrat
von

Wir haben schon einige Male hier in den RefNews davon berichtet – von dem Skandal um die gegen Geld oder Sex weitergegebenen Lösungen des zweiten Staatsexamens 2014 durch einen Richter des Landesprüfungsamtes. Mit einer Pistole bewaffnet und 30.000€ in der Tasche wurde Jörg L. in Mailand gefasst und zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt. “Er ist rechtskräftig verurteilt und mittlerweile im offenen Strafvollzug”, so die Niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz.

Doch nicht nur der Richter wurde wegen Korruption und Geheimnisverrates verurteilt. 14 angehenden Juristen wurde nachträglich das Examen aberkannt.

Das Interessante: Einer der beteiligten Prüflinge wurde wegen Beihilfe zur Verletzung des Dienstgeheimnisses zu einer Freiheitsstrafe von 6 Monaten verurteilt, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wurde.  »»» 

Prädikatsexamina im 2. Examen 2015 – Das Ranking

Nach dem Ranking zu den Durchfallquoten im Jahr 2015 gibt es heute das Ranking über die Anzahl derjeniger, die im vergangenen Jahr das zweite Staatsexamen mit einem Prädikat abgeschlossen haben.

Insgesamt wurden im Jahr 2015 ein paar Prädikate weniger vergeben als noch 2014. Der Bundesdurchschnitt sank auf 18,2 %. Die Entwicklung in der Übersicht:  »»» 

Durchfallquoten im 2. Examen 2015 – Das Ranking

Vor Kurzem wurden vom Bundesjustizamt die Zahlen zum Zweiten Staatsexamen 2015 veröffentlicht. Wir haben die aktuellen Zahlen aufbereitet und insbesondere bereits unsere Infoseiten zum Rechtsreferendariat aktualisiert. Dort findest Du zu jedem Bundesland auch einen Verlauf der Examensergebnisse in den letzten 10 Jahren.

Nun haben wir ein Ranking zu den Durchfallquoten aufgestellt und uns die Entwicklung zu 2014 angeschaut.  »»» 

Gehalt eines Juristen
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Juristen erlangen mit rund 65.200€ Bruttodurchschnittsgehalt den zweiten Platz der Top Verdiener in Deutschland, gefolgt von Ingenieuren mit 62.400€, so der Gehaltsreport 2017. An der absoluten Spitze befindet sich der Berufsstand der Ärzte mit 82.700€.

Rund 10.000 junge Volljuristen betreten jedes Jahr den Arbeitsmarkt. Doch nicht jeder erreicht so ein hohes Bruttogehhalt. Ganz entscheidend ist nämlich die Examensnote für die weitere berufliche Karriere. Laut Gehaltsreporter bleiben von den 10.000 Volljuristen am Ende nur ca. 500 übrig, die beide Staatsexamina mit Prädikatsnote abschließen und denen dann der Weg in große Kanzleien, Staat und Unternehmen offen steht.

Der Gehaltsdurchschnitt für Berufsanfänger beträgt 50.000€, hierbei treiben Juristen mit mindestens einem Prädikatsexamen den Schnitt nach oben.  »»» 

Referendariat und Studium – LL.M. Programm des DAV
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2009 rief der Deutsche Anwaltsverein (DAV) das LL.M. – Masterprogramm Anwaltsrecht und Anwaltspraxis ins Leben. Seit dem haben rund 370 Studierende das berufsbegleitende Fernstudium an der Fernuniversität Hagen abgeschlossen. Mit ca. 4000€ Studiengebühren ist zu rechnen. Zielgruppe sind Juristen, die mit dem Gedanken einer Kanzleigründung spielen und hierauf bestens vorbereitet sein möchten. Zugelassen sind Absolventen des Ersten Staatsexamens und Inhaber gleichwertiger ausländischer Abschlüsse.

Das Studium ist der Nachfolger der DAV-Anwaltsausbildung, die “nur” mit einem Zertifikat abgeschlossen wird. Das somit hochwertiger anzusehene Studium gliedert sich in vier Module, einer Präsenzveranstaltung und der Masterarbeit, es kann in Voll- oder Teilzeit durchlaufen werden.  »»» 

Rücktrittsrecht vom Staatsexamen
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Eingeführt wurde das Rücktrittsrecht auf der Basis der Chancengleichheit aller Prüflinge. Denn eine eventuell bestehende Prüfungsunfähigkeit muss gegenüber der nicht beeinträchtigten Studenten berücksichtigt werden.

Grundsätzlich darf im Prüfungsrecht ein Prüfling von der juristischen Staatsprüfung zurücktreten, wenn es sich um eine Krankheit oder einen anderen wichtigen Grund handelt. Ein Antrag wird gestellt und ein amtsärztliches Attest, in dem das Krankheitsbild dargestellt wird, beigefügt. Dann entscheidet das zuständige Landesjustizprüfungsamt über die Rechtsfrage der Prüfungsunfähigkeit und genehmigt gegebenenfalls den Rücktritt.

Unterschieden wird zwischen subjektiven und objektiven Gründen für einen Rücktritt seitens des Prüflings. Hierunter fallen schwierige private Umstände, wie Todesfälle oder plötzliche Schicksalsschläge, die vor oder während der Prüfungsphase auftreten.  »»» 

Rechtsreferendariat in Teilzeit rückt näher
von

Im Sommer letzten Jahres haben wir hier schon einmal davon berichtet: Das Rechtsreferendariat soll künftig auch in Teilzeit möglich sein. Damals wurde eine entsprechende Bundesratsinitiative der Länder Niedersachsen und Brandenburg beschlossen.

Nun, knapp ein halbes Jahr später, stimmte der Bundesrat, laut eines juris-Berichts, einer Modifizierung des Deutschen Richtergesetzes zu und es wurde ein Gesetzesentwurf durch die Bundesregierung in den Bundestag gebracht. Das Richtergesetz soll dahingehend geändert werden, dass der Vorbereitungsdienst sich über einen längeren Zeitraum als die üblichen 2 Jahre erstrecken darf und somit eine Teilzeittätigkeit ermöglicht wird. Eine Länderöffnungsklausel wurde abgelehnt, da hiermit eine Einheitlichkeit der Prüfungsanforderungen gefährdet würde. Die Bundesregierung wird aber im weiteren Verlauf des Gesetzgebungsverfahrens einen eigenen Formulierungsvorschlag einbringen.  »»» 

Staatsexamen oder Bachelor/Master of Laws?
von

Wenn man sich für Jura interessiert, stehen einem erst einmal zwei Möglichkeiten offen: Entweder man strebt das Staatsexamen oder den Bachelor/Master of Laws an. Doch welcher Abschluss ist der sinnvollere für das spätere Berufsleben?

Ein paar Zahlen liefert ein lto-Bericht. Laut dem Statistischen Bundesamt haben im Jahr 2014 über 8000 Jurastudenten mit dem Staatsexamen, rund 700 mit dem Bachelor of Laws und rund 900 mit dem Master of Laws abgeschlossen

Beide Wege haben ihre Vor- und Nachteile. Weniger Prüfungsdruck entsteht beim Bachelor-Abschluss, da hier die Leistungen des gesamten Studiums in die Endnote einfließen. Beim Staatsexamen ist alleine die Leistung in der Abschussprüfung ergebnisentscheidend.  »»»