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  Ausgabe 47/2017
Dienstag, der 21.11.2017
     

 / Bayern / Nach dem Referendariat / Niedersachsen

Rollenspiele bei der Richtereinstellung

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Mit einem guten Ergebnis im zweiten Examen hat man lediglich die erste Hürde genommen, falls der Traumjob Richter lautet. In den meisten Bundesländern werden anschließend geeignete Bewerber zum Assessment Center geladen und auf ihre Tauglichkeit geprüft.

Das AC ist auch keine “Standard”-Veranstaltung, durch das jeder kommt, der sich einigermaßen gut anstellt.  Vielmehr werden Situationen aus der Praxis in Rollenspielen nachgestellt, auf die man gut vorbereitet sein sollte. Denn reagiert man in mancher Situation “falsch”, ist es das in vielen Fällen gewesen mit dem Traumjob Richter.

Eine Frage, die uns und in Foren oft gestellt wird, ist dann auch, wie solche Rollenspiele aussehen und wie man sich verhalten sollte. Wir haben bei unseren Übersichtsseiten zur Richtereinstellung Infos zum Ablauf der AC sowie Beispiele konkreter Rollenspiele hinzugefügt. Und im Jurawelt-Forum berichtete dazu ein Kandidat, der sich in Niedersachsen beworben hatte, welche nachgestellten Fälle er u. a. zu bewältigen hatte:

[…] es folgten einige Rollenspiele, bei denen ich die Position des Richters/StA einnehmen musste. ZB Kl verlangt vom BKl den Abriss seines nachbarrechtswidrig zu hohen Zauns, BKl erläutert, dass seine Frau schwer krank ist und die vier Kinder des BKl ständig über das Grundstück rennen, Bälle fliegen, Lärm etc, Kl erläutert, dass er extra ein Haus mit Garten für seine Kinder gekauft hat und die nun mal nicht einsperren kann etc.

Weiteres Rollenspiel, diesmal in der Rolle des StA: mündliche Verhandlung im Strafbefehlsverfahren nach Einspruch des Angekl. Der erscheint nicht. Richter unterbricht kurz, auf dem Flur wird man von einem Polizisten angesprochen, dass ihm der Angekl. zum mutmaßlichen Tatzeitpunkt in eine Radarfalle geraten ist, so dass er es keinesfalls gewesen sein kann. Was tut man. […]

Es ist auf jeden Fall schwierig, in der konkreten Situation ordentliche Lösungen zu präsentieren. Zum einen ist man eh nervös, denn es geht um einiges. Zum anderen werden von den Anwesenden sehr kritische Nachfragen gestellt, egal welche Lösung man für eine konkrete Situation vorgeschlagen hat. Dann heißt es, sich nicht verunsichern zu lassen und seine Meinung zu verteidigen.

Einfacher ist es da schon in anderen Bundesländern, wie zum Beispiel Bayern. Dort wird maßgeblich auf das Ergebnis des 2. Examens abgestellt. Die besten Bewerber erhalten eine Einladung für ein Vorstellungsgespräch. Unserem Wissen nach findet dann tatsächlich nur ein normales Gespräch ohne Rollenspiele statt. Und dass man nach einem solchen Gespräch kein Angebot bekommt, als Richter auf Probe anzufangen, kommt wohl so gut wie nie vor.

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Der Artikel wurde am 22. Oktober 2012 von veröffentlicht. Michael ist ein ehemaliger Referendar aus NRW.