Alles neu macht der Mai … ?
Irgendwie bin ich davon ausgegangen, dass der Mai ein ganz gemütlicher Monat werden dürfte. Immerhin waren einige Feiertage in Aussicht und die meisten Wochen damit verkürzt. Allerdings sollte sich das als ein Trugschluss heraus stellen – aufgrund der vielen Feier- und Brückentage hatten viele Urlaub genommen und waren nicht im Haus. Die Sitzungsliste versuchte händeringend Leute zu finden, die Sitzungsdienste übernehmen. mehr…








Mir ist gerade aufgefallen, dass meine letzten Beiträge sich ja immer um ein spezielles Thema gedreht haben, aber ich noch gar nicht so richtig erzählt habe, wie es bei mir zur Zeit im Alltag der Strafstation aussieht.
Zweifellos hat man gerade in der Strafrechtsstation eine große Verantwortung, wenn man als Sitzungsvertreter erstmals allein im Gerichtssaal auftritt. Intensiv diskutiert wird die Frage, inwieweit man von dem im Vorfeld mit dem Staatsanwalt besprochenen Strafrahmen abweichen darf, wenn sich die Situation in der mündlichen Verhandlung anders darstellt als erwartet. Darf man zum Beispiel dennoch auf Freispruch plädieren? Und was sind mögliche Konsequenzen einer Überschreitung der Kompetenzen?
Ein ganz besonderes Highlight der Strafstation durften wir direkt zu Beginn der Station schon erleben – den legendären Trinkversuch! Unsere Vorgänger hatten dieses Event organisiert und uns eingeladen, uns anzuschließen. Das ließen wir uns natürlich nicht zweimal sagen!
Hohes Gericht, sehr geehrte Damen und Herren… liebe Mitleser:
In der Strafrechtsstation, die ja nur 3 Monate lang ist, ist in der Regel am meisten los: Da hat man die Gelegenheit, an einer Obduktion teilzunehmen, darf sich als AG unter Aufsicht betrinken (Alkoholtest mit Vortrag) und man kann nachts eine Streifenfahrt machen.
Während der Strafrechtsstation kann man schon viele interessante Angebote wahrnehmen, die Polizeifahrt ist natürlich fast schon Pflicht. Zum Standardrepertoir gehört aber auch der Besuch einer Justizvollzugsanstalt.
Im Netz findet man einige kostenlose Skripte, die man als Einstieg in die neuen Themen der jeweiligen Station nutzen kann. Zwei kurze Skripte für die Strafrechtsstation hat der Verlag Niederle Media auf seiner Homepage veröffentlicht.
Sorry an alle Leser (sofern es euch noch gibt?!?!), dass ich so lange nichts hab von mir hören lassen. Die Sache ist nur: es hat nichts sonderlich Interessantes gegeben, über das es sich zu schreiben gelohnt hätte. Mein Alltag bestand im Wesentlichen daraus einmal wöchentlich zur Arbeitsgemeinschaft zu fahren, den Sitzungsdienst wahrzunehmen (inkl. Handakten vor-/nachbesprechen) und meine – vom Ausbilder erhaltenen – Akten zu bearbeiten.
Kaum hatte ich meinen letzten Beitrag abgeschickt, da erhielt ich am darauffolgenden Tag schon die Mitteilung, dass ich für den Sitzungsdienst eingeteilt wurde.
Der erste Monat in der Staatsanwaltschaftsstation ist schon fast vorbei. Darum hier auch mal wieder Neuigkeiten aus meinem Referendars-Leben. Mit dem „Highlight“ der Station – dem Sitzungsdienst – bin ich bisher allerdings noch nicht in Berührung gekommen.
Am Sonnabend, den 1. September 2012 von 10.00 bis 16.00 Uhr lädt das Kriminalgericht Moabit in die Turmstraße 91, 10559 Berlin zum Tag der offenen Tür ein. Es sind Hausführungen durch Mitarbeiter des Kriminalgerichts, Vorführungen von Wachtmeistern, Lesungen und verschiedene Ausstellungen angekündigt. Auch historische Polizeifahrzeuge könne in Augenschein genommen werden. Also sollte man sich diese Gelegenheit auf keinen Fall entgehen lassen.
Hier das erste kurze Update aus der Staatsanwaltschaftsstation [ich hätte den Artikel beinahe noch in der falschen Kategorie "Zivilrechtsstation" eingeordnet...so ganz angekommen bin ich also noch nicht ;-) ].
Wie es einem als Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft ergehen kann, zeigt ein Blogbeitrag von RA Pohlen im
Meistens findet man im Netz – so wie auch hier im RefBlog – nur Erfahrungen und Meinungen von Rechtsreferendaren im Hinblick auf ihre Ausbilder. Interessant ist es aber auch zu erfahren, was Anwälte über die Tätigkeit der Rechtsreferendare in der Stationsausbildung und insbesondere über das Auftreten der Referendare als Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft denken. Der Frankfurter Strafverteidiger Wolfgang Reich hat sich im Interview mit Justament genau dazu geäußert. 
