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  Ausgabe 20/2012                                        Freitag, der 18.05.2012
   
» Hessen «

 

Jetzt wird es Ernst… Noch drei Tage bis zum ersten Sitzungsdienst

And the Oscar goes to … Nomos: Staatsanwaltschaftlicher Sitzungsdienst!

Der Countdown läuft. Bereits vor zwei Monaten, zu Beginn der “Straf”-Station, wurde damit gedroht. Die AG-Leiterin teilte uns unverblümt mit, dass die Station bei der Staatsanwaltschaft eine enorme Eigenverantwortlichkeit von den Referendaren verlangt, nicht zuletzt aufgrund des Sitzungsdienstes und Anzeigenotdienstes.    mehr…

Wenn ich mal Volljurist bin, werde ich … Ombudsmann

… bzw. Ombudsfrau! In der Reihe der ungewöhnlichen Berufsbilder für Juristen soll an dieser Stelle das des Ombudsmanns vorgestellt werden. Der Ombudsmann erfüllt die Aufgabe eines unparteiischen Schiedsmannes. In Deutschland sind hauptsächlich Bürgerbeauftragte, die die Bürger bei der Wahrnehmung ihrer Rechte gegenüber der Verwaltung unterstützen, im Dienst. Bisher findet man die Ombudsmänner leider nur  in einigen Bundesländern.    mehr…

Richter auf Probe: Einstellungsvoraussetzungen

Nach der Aktualisierung unserer Übersichtsseiten zum Rechtsreferendariat haben wir auch die Infoseiten zu den Richter-Einstellungsvoraussetzungen auf den neuesten Stand gebracht. Auch in diesem Bereich hat sich allerdings nicht allzu viel getan. Es gab nur wenige Änderungen.

So hat Sachsen seine Anforderungen an Bewerber etwas erhöht: Vorausgesetzt werden nun mindestens 9,00 Punkte in der zweiten Staatsprüfung (vormals 8,50 Punkte). Dagegen scheinen in Hessen wieder vermehrt Richter eingestellt zu werden. Dort wurde der Zusatz, dass eine Bewerbung realistischer Weise nur dann Aussicht auf Erfolg hat, wenn der Bewerber in beiden Examina zusammen gerechnet 19 Punkte erzielt hat, gestrichen. Voraussetzung ist jetzt wieder “lediglich” eine Gesamtpunktzahl von 17 Punkten, wobei das zweite Examen mit mindestens 8,00 Punkten bestanden wurde.

Schließlich hat das OLG Hamm eine aktualisierte Fassung seiner Broschüre zum Einstellungsverfahren veröffentlicht. Anhand dieses PDF-Dokuments kann man sich als Bewerber einen guten Eindruck dazu verschaffen, welche Aufgaben einen beim Assessment Center beim OLG Hamm erwarten.

Update: Am 01.04. erschien in der NJW eine Stellenanzeige mit der das LAG Düsseldorf nach Proberichtern sucht! Bewerbungen sind innerhalb der nächsten zwei Wochen seit Veröffentlichung der Anzeige zu richten an die Präsidentin des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf, Ludwig-Erhard-Allee 21, 40227 Düsseldorf. Grundsätzliches zur Bewerbung findest Du in einem Merkblatt, das auf der Seite des LAG abrufbar ist.

Neugestaltung des Aktenvortrags in Hessen

Bis zum Jahr 2007 gab es in Hessen eine besondere Form des Aktenvortrags: Der Sachverhalt des Vortrags wurde den Kandidaten bereits mehrere Tage vor der mündlichen Prüfung zugesandt. Die Prüflinge hatten dann 3 Werktage Zeit, sich mit dem Fall zu beschäftigen und ihren Vortrag vorzubereiten.

Diese Form des Aktenvortrags wurde dann 2007 abgeschafft und durch einen klassischen Kurzvortrag (mit Vorbereitung am Tag der mündlichen Prüfung) ersetzt. Interessant ist aber die Begründung im Gesetzentwurf der Landesregierung, warum es einer Neugestaltung des Aktenvortrags bedarf:

Zurzeit ist im mündlichen Teil der zweiten juristischen Staatsprüfung ein an drei Werktagen vorzubereitender Aktenvortrag zu halten. Den Vorträgen liegen Originalakten zugrunde, die mehrfach Verwendung finden.  In jüngster Zeit ergaben sich Hinweise darauf, dass von Repetitorien gezielt Informationen über die in Hessen ausgegebenen Aktenvorträge gesammelt werden. Deshalb kann nicht ausgeschlossen werden, dass von Repetitorien Datensammlungen über Aktenvorträge angelegt werden, wodurch die Chancengleichheit im Examen beeinträchtigt sein könnte. 

Die frühere Organisation des Aktenvortrags hatte darüber hinaus den Nachteil, dass mündliche Prüfungen nur an 2 Tagen die Woche durchgeführt wurden, da die Vorbereitungszeit immer nur Mo-Mi (mit mündlicher Prüfung am Do) bzw. Di-Do (mit mündlicher Prüfung am Fr) sein konnte. Jetzt ist auch in Hessen der Aktenvortrag in den Tag der mündlichen Prüfung integriert.

Ablaufplan

Der zeitliche Ablauf  bei 5 Prüflingen kann der Tabelle entnommen werden.

Richtereinstellungen in Hessen und im Saarland

Möchte man sich nach dem Examen als Richter auf Probe bewerben und so in den Staatsdienst kommen, sind natürlich zunächst einmal die Noten des ersten und zweiten Examens entscheidend. Dann muss man aber zusätzlichnoch das Glück haben, dass das Bundesland, das man als zukünftigen Arbeitgeber favorisiert, auch ausreichend Einstellungen vornimmt.

Hessen und Saarland stellen offenbar ein

In Niedersachsen beispielsweise besteht momentan ein Einstellungsstopp. Zu den Situationen in Hessen und im Saarland gibt es aktuelle Erfahrungsberichte im Jurawelt-Forum: So sollen in Hessen viele Einstellungen vorgenommen werden und weitere Neueinstellungen genehmigt worden sein. Und sogar im Saarland, in dem es nicht den großen Bedarf an Richtern besteht, werden momentan Einstellungsinterviews geführt.

Inhalt des Einstellungsgesprächs

Hat man dann die erste Hürde genommen, folgt ein Einstellungsinterview oder aber sogar ein Assessment Center wie zum Beispiel in NRW. Wie das Gespräch im Saarland abläuft, wurde ebenfalls im Forum berichtet:

Ich war als Bewerberin allein und saß 5 Personen gegenüber (2 vom Ministerium, 1 StA, 1 RinAG, 1 Frauenbeauftragte – letztere dürfte unter Umständen wohl wegfallen  ), die mich nacheinander befragten. Zuvor musste ich etwa 20 Min. auf dem Flur warten und sah noch meine Vorgängerin weggehen. Gefragt wurden ein paar persönliche Dinge (warum wollen Sie Richter werden?…). Auch ein paar fachliche Fragen waren dabei. Hauptsächlich waren die Fragen aber kurze Fallschilderungen: man sollte sich in seine neue Rolle hineindenken und unliebsame Situationen bewältigen. Dabei gab es wohl weniger “richtige” oder “falsche” Antworten. Kam wohl eher darauf an, sich schnell in die Situation einzudenken, sich zu entscheiden, seine Entscheidung zu begründen und konsequent dabei zu bleiben. Alles in allem war es gar nicht schlimm und die etwa 30 Min. waren schnell vorbei.

Auch diesen Erfahrungsbericht werden wir unseren Infoseiten zur Einstellungssituation als Richter auf Probe hinzufügen…

Examen im Juli

Heute sind Referendare aus NRW und Hessen ins schriftliche Examen gestartet. Diesen Monat werden die Klausuren in der “klassischen Reihenfolge” geschrieben, das heißt es beginnt mit den vier zivilrechtlichen Klausuren, dann folgen die beiden Strafrechtsklausuren und zu guter letzt kommen die verwaltungsrechtlichen Aufgaben.

Sobald wir Hinweise auf die Sachverhalte der Klausuren im Netz finden, werden wir Zusammenfassungen davon während oder zum Abschluss des Examensdurchgangs in die Kategorie “Was lief in den Klausuren” einstellen.

Das Referendariat in Hessen im Überblick!

Wie läuft das Bewerbungsverfahren für einen Referendariatsplatz in Hessen ab? Muss ich mit einer Wartezeit rechnen? Und wie hoch ist eigentlich die Unterhaltsbeihilfe?

Antworten auf diese Fragen und noch viele weitere Informationen findest Du auf unserer Info-Seite zum Rechtsreferendariat in Hessen!

 

 

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