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  Ausgabe 20/2012                                        Freitag, der 18.05.2012
   
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Referendariat in OWL (28) – Halbzeit in der Anwaltsstation

Anfang Juni steht die 2. Klausurenwoche in der F-AG an. Damit ist auch der 2.  von 4 Teilen der Fortgeschrittenen AG Geschichte. Im Zwangsvollstreckungsrecht gab es 2 Monate lang Vollstreckungsabwehrklage, Klage auf vorzugsweise Befriedigung, Pfändung von Forderungen. Im Strafrecht hatten wir gefühlt nur wenig Zeit und haben daher nur ein paar Strafurteils-Klausuren besprochen. Im öffentlichen Recht gab es die Verpflichtungs- und die allg. Leistungsklage.    mehr…

Referendariat am LG Kaiserslautern Teil 6

So und weiter gehts…

Die Strafstation habe ich auch endlich hinter mir. Interessanterweise hatte ich noch einen Auftritt als Sitzungsvertreter gegen den Anwalt, bei dem ich nun meine Anwaltstation ableiste ;-)

Der Alltag in der Anwaltstation macht mir echt ziemlich viel Spaß. Ich konnte dafür sorgen, dass ich bis zu meinen Examensklausuren nicht so häufig erscheinen muss. Meist sind es nur 2-3 Stunden, wo ich ne Akte bekomme und dazu etwas schreibe. Danach kann ich wieder heimgehen und lernen. Die Rechtsgebiete, die ich bearbeiten darf sind unterschiedlich. So hab ich Fälle aus dem Straf-, Schuld- und Mietrecht. Auch durfte ich mich schon über Flugerlaubnisse informieren. Auch sportrechtliche Fragen habe ich schon beantwortet. Ich kann jetzt schon sagen, dass diese Station mein Interesse am Anwaltsberuf geweckt hat.

Leider haben wir wieder 2 Mal die Woche AG, was ich ehrlich gesagt überhaupt nicht sinnvoll finde. Lieber könnte ich die Zeit daheim verbringen und eigenständig lernen.

Referendariat in OWL (27) – Learning on the Job

Als Referendar ist man in Anwaltskanzleien eine gern gesehene günstige Arbeitskraft. Ich verdiene in einer mittelständischen Kanzlei 200,00 Euro pro Monat.  Die Kanzlei hat mich schon am raus, wenn sie einen Vermerk, für den ich 2 Stunden gebraucht habe, dem Mandanten mit einer Stunde a 200,00 Euro in Rechnung stellen kann. Den Rest meiner Arbeit erbringe ich dann für lau. Für die Kanzlei ein lohnendes Geschäft, zumal ich 4 Tage die Woche in der Kanzlei aufschlage. Trotzdem fühle ich mich nicht unbedingt ausgenutzt.    mehr…

Referendariat in OWL (25) – Klausurwoche

Auch in der F-AG müssen Referendare weiter fleißig Klausuren schreiben. War ja auch anders nicht zu erwarten. Im Unterschied zu vorherigen Arbeitsgemeinschaften hat man in der F-AG aber 3 Fächer parallel. Das führt dann dazu, dass man in einer Woche je eine Klausur pro Fach und zusätzlich noch eine ganz normale Zivilrechtsklausur schreibt. Die Klausurwoche, die je am Ende eines von 4 Abschnitten der F-AG steht, gestaltet sich folgendermaßen:    mehr…

13. Stellenbörse im DAV-Haus Berlin

Der Deutsche Anwaltverein veranstaltet bereits zum 13. Mal seine Stellenbörse. Im DAV-Haus kann man Kontakte zu Berliner Kanzleien knüpfen und so möglicherweise eine interessante Stelle für die Rechtsanwaltsstation oder sogar den ersten Job nach dem Referendariat finden! Los gehts am am Dienstag, den 5. April 2011 um 18.00 Uhr im DAV-Haus, Littenstraße 11 in 10179 Berlin. Eine Anmeldung ist per Email unter buchholz [at] anwaltverein.de möglich.

Referendariat in OWL (22) – Geld vom Anwalt

Mit 10 Monaten ist die Anwaltsstation in NRW die längste Station. Und wenn man nicht nach Speyer will und deshalb die Anwaltsstation aufteilen muss, verbringt man die gesamte Zeit bei einem Anwalt. Die Gründe dafür sind Bequemlichkeit – man will sich nicht zweimal in eine Kanzleistruktur einarbeiten – und eine zwei- dreimonatige Tauchphase. Ich selbst hatte auch gar keine Wahl, bei meiner Kanzlei könne man sein Referendariat nur über die vollen 10 Monate machen.    mehr…

Die Welt eines Rechtsreferendars in Berlin

Und noch ein Blog eines Rechtsreferendars: Im Blog “IT-Lex” schreibt ein Berliner Referendar, der im Februar letzten Jahres in den Vorbereitungsdienst gestartet ist und sich momentan in der Anwaltstation befindet.

Die neuesten Artikel drehen sich um die erste Klausur in der Anwaltstation Zivilrecht und die Übung eines zivilrechtlichen Aktenvortrages. Wir sind gespannt auf weitere Berichte!

Referendariat in OWL (21) – F-AG Curriculum

Mit der Anwaltsstation startet auch morgen für mich die AG für Fortgeschrittene durch. Und der Zeitplan hat es in sich. Wenn in den jeweiligen Anfänger-AG´s für manche Themen auf die AG für Fortgeschrittene (F-AG) verwiesen wurde, hatte man doch gewisse Skepsis. Denn es sollte ziemlich viel der F-AG vorbehalten bleiben: Strafurteil, strafrechtliche Revision, Zwangsvollstreckungsrecht, verwaltungsrechtliches Urteil und allerlei Details.    mehr…

Rechtsanwälte Lübbert und Kollegen suchen Referendare

Kürzlich veröffentlichte die Anwaltskanzlei Lübbert, Haaf, Beeretz, Berst & Kollegen aus Freiburg in einem Kommentar auf unserer Seite ihr Stellengesuch. Dies möchten wir zum Anlass nehmen, um nochmals auf das durchaus interessante Stellenangebot in einem eigenen Artikel hinzuweisen:

Es werden zur Mitarbeit an einem Kommentar im öffentlichen Dienstrecht qualifizierte Referendare gesucht.    mehr…

RechtsreferendarIn für IT-Recht gesucht

Viele Anwälte bloggen inzwischen. Und manche Rechtsanwälte suchen über ihr Blog Referendare und Referendarinnen für die Anwaltsstation oder schreiben referendariatsbegleitende Stellen aus.

So zum Beispiel auch RA Carola Sieling aus Paderborn. Sie sucht einen Referendar / eine Referendarin für den Bereich IT-Recht, Vertragsrecht und Wettbewerbsrecht.    mehr…

Spezialisierung im Referendariat: Medizinrecht

Durch eine gute Wahl der Ausbilder in den Stationen, insbesondere natürlich in der Anwaltsstation, kann man sich im Referendariat spezialisieren, in möglicherweise interessante Materien Einblicke erhalten und sich letztlich für eine spätere Tätigkeit in dem Rechtsgebiet qualifizieren. Angebote für Referendare werden auch von bloggenden Rechtsanwälten ins Netz gestellt.

So sucht beispielsweise RA Jan Willkomm für seine Kanzlei in Leipzig eine Referendarin oder einen Referendar für den Bereich Medizinrecht.    mehr…

Stellenbörse im DAV-Haus am 20.04.

Nach der Stellenbörse im November letzten Jahres, auf die wir ebenfalls an dieser Stelle hingewiesen hatten, findet die nächste Stellenbörse am 20. April im DAV-Haus in Berlin (Littenstraße 11, 10179 Berlin) statt. Die Stellenbörse wird jeweils zwei Mal im Jahr vom Deutschen Anwaltverein gemeinsam mit u.a. dem Berliner Anwaltsverein und dem Personalrat der Referendare Berlin veranstaltet.

Die Veranstaltung bietet Studierenden, Referendaren und Assessoren die Gelegenheit, mit Kanzleien aus Berlin und Umgebung ins Gespräch zu kommen und sich insbesondere auch über die angebotenen Anwaltsstationen zu informieren. Interessierte werden gebeten, sich telefonisch unter 030 7 26 15 21 88 oder per Mail “buchholz[at]anwaltverein.de” anzumelden, damit für sie Namensschilder vorbereitet werden können. Wer bei seinen Gesprächspartnern einen bleibenden Eindruck hinterlassen möchte, wird gebeten, Bewerbungsunterlagen mitzubringen.

Auf der Seite www.anwaltausbildung.de werden unter „Aktuelles“ ab dem 12. April 2010 eine Liste der Kanzleien online gestellt, die an der 11. Stellenbörse teilgenehmen werden. Einen Eindruck von der letzten Stellenbörse im November 2009 gibt ein kurzes Video auf der Seite des Berliner Anwaltsvereins.

Ein Strafverteidiger zu seinen Erfahrungen mit RechtsreferendarInnen

Meistens findet man im Netz – so wie auch hier im RefBlog – nur Erfahrungen und Meinungen von Rechtsreferendaren im Hinblick auf ihre Ausbilder. Interessant ist es aber auch zu erfahren, was Anwälte über die Tätigkeit der Rechtsreferendare in der Stationsausbildung und insbesondere über das Auftreten der Referendare als Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft denken.

Der Frankfurter Strafverteidiger Wolfgang Reich hat sich im Interview mit Justament genau dazu geäußert. Zu seinen Erfahrungen als Ausbilder von Referendaren, die in der Anwalts- oder Wahlstation bei ihm waren:

Oft hatte ich den Eindruck, dass völlig falsche Vorstellungen von der Tätigkeit des Verteidigers bestehen. So muss ich immer wieder darauf hinweisen, dass der Verteidiger keineswegs für seinen Mandanten lügen darf. Der einzige Mensch, der in einer Hauptverhandlung lügen darf, ist der Angeklagte selbst. Für den Verteidiger gilt hingegen: 1.: Alles, was der Verteidiger sagt, muss wahr sein. Und 2.: Nicht alles, was der Verteidiger weiß, darf er auch sagen. Hierbei die richtige Entscheidung zu treffen, ist oft schwierig. Schlägt doch jederzeit das Damoklesschwert der Strafvereitelung über dem Strafverteidiger.

Und auf die Frage, welche Eindrücke er von ReferendarInnen habe, die als Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft auftreten, antwortet RA Reich:

Meistens haben sie sich im Rahmen des Aktenstudiums gut auf die Sache vorbereitet. Jedoch mangelt es in vielen Situationen an dem bereits angesprochenen Einfühlungsvermögen für die konkrete Situation und den vor Gericht stehenden konkreten Menschen. [...] Ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, dass man zum Teil auf meinen Mandanten verbal herum gehackt hat, um diese ein wenig zu quälen. ReferendarInnen sollten sie immer vor Augen führen, dass ein Mensch, der als Angeklagter vor Gericht steht, sich in aller Regel in einer Ausnahmesituation befindet. Dieser Mensch ist in aller Regel voller Ängste vor den Konsequenzen, die ihm drohen. Nicht selten ist auch ein solcher Mensch, je nach dem angeklagten Delikt, auch voller Schamgefühl.

Das ganze Interview mit dem Frankfurter Strafverteidiger findest Du auf der oben verlinkten Seite der justament-online.

Ende der Anwaltsstation

Meine Anwaltsstation geht diesen Monat leider auch schon wieder zu Ende. “Leider” nicht unbedingt deswegen, weil ich mir nun sicher bin, später als Anwalt arbeiten zu wollen. Vielmehr bedeutet das Ende der Anwaltsstation zugleich, dass es bereits nächsten Monat ins schriftliche Examen geht!

Mit meinem Ausbilder hatte ich auch in dieser Station Glück. Wie schon den Richtern, Staatsanwälten und Leitern der Rechtsämter kann man zwar auch den Rechtsanwälten nicht vorab in den Kopf schauen. Allerdings waren wir uns zu Beginn der Station einig, dass ich zu Anfang ordentlich mitarbeite (und auch frühzeitig genug die Pflichtarbeiten mache) und zum Ende hin etwas mehr Zeit bleibt für die Examensvorbereitung.

Die Zeit dafür habe ich dann auch wirklich gebraucht, auch wenn ich mich nun gut eine Woche vor Beginn der Klausuren nicht hundertprozentig vorbereitet fühle. Allerdings haben mit Freunde, die diese Sache schon hinter sich gebracht haben, bestätigt, dass das ganz normal ist. Und irgendwie hat Jura dann auch was Schönes: man kann gerade die letzten Tage vor der Prüfung recht entspannt sein, da die Stoffmenge so groß ist, dass kurzfristiges “darauflos” Pauken eh nicht möglich ist. Ich werde die nächsten Tage vermehrt materielles Zivilrecht wiederholen und die ein oder andere Rechtsprechungsübersicht lesen. Vielleicht habe ich dann insofern einen Zufallstreffer in der Klausur!

Um auf die Anwaltsstation zurückzukommen: Alles in allem war es sehr interessant. Von der Bandbreite der Fälle, die man zu bearbeiten hatte, und den praktischen Erfahrungen, die man sammeln konnte, sicherlich eine der spannensten Stationen! Aber ob ich schließlich Anwalt werde oder nicht doch woanders lande, ich weiß es (noch) nicht.

Dann werde ich mich nach den Klausuren mal wieder melden!

Reformierte DAV-Anwaltsausbildung – Jetzt mit LL.M.

Die Referendare, die bereits wissen, dass sie später als Anwältin oder Anwalt arbeiten wollen, können ihr Referendariat mit der DAV-Anwaltsausbildung zielgenau auf ihren späteren Beruf ausrichten.

Der Deutsche Anwaltsverein hat nun dieses Ausbildungsangebot für Referendare etwas reformiert. Neben einer 12-monatigen Praxisausbildung in einer ausgewählten Kanzlei während des Referendariats bleibt es zwar bei einer zusätzlichen theoretischen Ausbildung. Anstelle des bisherigen theoretischen Kurses gibt es jetzt aber einen LL.M.-Studiengang „Anwaltsrecht und Anwaltspraxis“, den die FernUniversität in Hagen in Kooperation mit dem DAV anbietet.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmern erhalten vertiefte Kenntnisse in anwaltlichen, rechtlichen und unternehmerischen Fragestellungen. Der Kurs besteht aus 27 von erfahrenen Praktikerinnen und Praktikern erarbeiteten Lehreinheiten, die zeitlich und örtlich flexibel und insbesondere parallel zum Referendariat durchgearbeitet werden können.

Die Kosten für die theoretische Ausbildung bei der FernUni Hagen belaufen sich auf 2.990,00 €. Dafür lässt sich dann aber auch der Abschluss der Anwaltsausbildung sehen:

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung gibt es das DAV-Ausbildungszertifikat und den LL.M.-Titel „Master of Laws in Anwaltsrecht und Anwaltspraxis“.

Weitere Informationen zur DAV-Anwaltsausbildung findest Du in einem Merkblatt und in einer Kurzinfo des Deutschen Anwaltvereins!

 

 

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