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  Ausgabe 50/2017
Donnerstag, der 14.12.2017
     

 / Staatsexamen

Staatsexamen oder Bachelor/Master of Laws?

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Wenn man sich für Jura interessiert, stehen einem erst einmal zwei Möglichkeiten offen: Entweder man strebt das Staatsexamen oder den Bachelor/Master of Laws an. Doch welcher Abschluss ist der sinnvollere für das spätere Berufsleben?

Ein paar Zahlen liefert ein lto-Bericht. Laut dem Statistischen Bundesamt haben im Jahr 2014 über 8000 Jurastudenten mit dem Staatsexamen, rund 700 mit dem Bachelor of Laws und rund 900 mit dem Master of Laws abgeschlossen

Beide Wege haben ihre Vor- und Nachteile. Weniger Prüfungsdruck entsteht beim Bachelor-Abschluss, da hier die Leistungen des gesamten Studiums in die Endnote einfließen. Beim Staatsexamen ist alleine die Leistung in der Abschussprüfung ergebnisentscheidend. Bei einem Nichtbestehen des Examens, erhält man auch keinen Studienabschluss. Auch ist das Studium lang und aufwendig, geschätzt wird aber der hohe Praxisanteil und das höhere Einstiegsgehalt. Bachelor- und Masterabsolventen hingegen sind schneller einsatzbereit und oft spezialisiert, was für einige Unternehmen von Vorteil ist. Das Gehalt eines Masterabsolventen ist anfangs höher als das eines Bachelorabsolventen.

Der Bachelor-Studiengang wurde eingeführt, da sich viele Unternehmen Juristen mit wirtschaftswissenschaftlichem Wissen wünschten. Einsatzmöglichkeiten mit diesem Abschluss sind beispielsweise in Behörden und Verbänden, der Wirtschaft oder in Personalabteilungen. Im öffentlichen Dienst werden für juristische Tätigkeiten im höheren Dienst Volljuristen und Absolventen mit dem Master of Laws eingestellt, wobei die Zahl der Volljuristen wegen der breiteren Verwendbarkeit überwiegt. Im gehobenen Dienst finden sich Juristen mit dem ersten Staatsexamen als auch mit dem Bachelor of Laws.

Um als Richter, Staatsanwalt, Rechtsanwalt oder Notar arbeiten zu dürfen, ist aber ein Jurastudium mit zwei Staatsexamina und dem Referendariat unabdingbar.

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Entscheidend ist also das berufliche Ziel und welche Laufbahn man einschlagen möchte. Wer sich darüber noch nicht klar ist, dem ist ein Jurastudium mit zwei Staatsexamina nahe zu legen, da hier die Einsatzmöglichkeiten höher sind uns sie teils bevorzugt eingestellt werden.

Der Artikel wurde am 27. Januar 2017 von veröffentlicht.