Arbeit in der Anwaltsstation
Viele Kollegen werden das Gefühl kennen. Die Verwaltungsstation ist überstanden, jetzt geht es in die Anwaltsstation – verbunden mit der Hoffnung, dass diese Arbeit Spass machen wird, denn schließlich ist rein statistisch die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man später als Anwalt arbeiten wird.
Glücklicherweise macht mir persönlich die Arbeit bislang wirklich sehr viel Freude. Untergekommen bin ich in einer mittelständischen überörtlichen Anwaltskanzlei, in der 15 Anwälte und ca. 30 Mitarbeiter tätig sind. Neben den üblichen advokativen Sachen ist die Kanzlei insbesondere auch in der Insolvenzverwaltung aktiv – ein zur Zeit sehr aktuelles Arbeitsgebiet. Und da ich zumindest sehr solide Grundkenntnisse in Sachen Bilanzen und Buchhaltung aufweisen kann, werde ich in die normalen Arbeitsabläufe eingebunden und habe somit genug zu tun.



Kommentare zum Artikel:
Gibts von Ihrer Sorte noch mehr? Die meisten Referendare verstehen die Anwaltsstation als Tauchstation.
Ich muss gestehen, ich habe auch noch vor zu tauchen. Allerdings dauert die Anwaltsstation inzwischen ja 10 Monate, so dass man bei einer vernünftigen Planung ja zumindest ein gutes halbes Jahr arbeiten und dann immer noch 3-4 Monate tauchen kann.
Wozu tauchen? Man kann doch den Jahresurlaub vor den Klausuren nehmen, das entspricht einem guten Monat.
Ich habe in der Anwaltsstation zwar bis 1 Monat vor dem Examen gearbeitet, aber in einem erträglichen Umfang. So kann man dem Lernstress entgehen und hat noch mit “echten” Menschen zu tun, kommt etwas raus und hat trotzdem kein schlechtes Gewissen, denn man ist ja mit juristischen Fragestellungen beschäftigt. War für mich der ideale Weg.
> Wozu tauchen? Man kann doch den Jahresurlaub vor den Klausuren nehmen, das entspricht einem guten Monat.
Ganz meine Meinung! Hab es so – mit Erfolg – gemacht. Das Referendariat ist dazu da, um den juristischen Alltag kennen zu lernen, und nicht sich möglichst lange auf Klausuren vorzubereiten.
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