Vor kurzem berichtete ich schon über die Problematik, dass an kleineren Landgerichten die Referendare ausbleiben und keine Arbeitsgemeinschaften mehr zustande kommen.

In einem Zeitungsbericht der Schwäbischen Zeitung sind nun konkrete Zahlen benannt worden und sogar der Präsident des LG Ellwangen und der Ausbildungsleiter der Referendare kommen zu Wort. Hier ist nun zu lesen, welche Dramatik tatsächlich hinter der fehlenden AG in Ellwangen steckt: Ganze 2!!! Referendare hatten sich für den Einstellungstermin Oktober 2009 beworben. Das legt natürlich auch den Schluss nahe, dass in den vergangenen Jahren die überwiegende Zahl der Referendare mehr oder weniger zwangsweise auf Zuteilung nach Ellwangen gekommen ist. Ebenso wird es sicherlich auch am LG Ravensburg sein, sodass nicht beide Gerichte auf Dauer parallel gehalten werden können. Man darf also gespannt sein, wie sich die Situation fortsetzt.

Die Vertreter des LG Ellwangen benennen als Gründe die abebbende Juristenschwemme, das angeblich von den Referendaren als schwieriger empfundene Examen in Baden-Württemberg und die gekürzte Vergütung. Vielleicht gewinnt nun dadurch auch die Lobby an Zuwachs, die für die Anhebung der Ausbildungsvergütung steht… :-)