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Das Blog zum Rechtsreferendariat

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REFERENDARIAT NEWS
REFNEWS
  Ausgabe 08/2017
Mittwoch, der 22.02.2017
     

Beihilfe zum Geheimnisverrat
von

Wir haben schon einige Male hier in den RefNews davon berichtet – von dem Skandal um die gegen Geld oder Sex weitergegebenen Lösungen des zweiten Staatsexamens 2014 durch einen Richter des Landesprüfungsamtes. Mit einer Pistole bewaffnet und 30.000€ in der Tasche wurde Jörg L. in Mailand gefasst und zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt. “Er ist rechtskräftig verurteilt und mittlerweile im offenen Strafvollzug”, so die Niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz.

Doch nicht nur der Richter wurde wegen Korruption und Geheimnisverrates verurteilt. 14 angehenden Juristen wurde nachträglich das Examen aberkannt.

Das Interessante: Einer der beteiligten Prüflinge wurde wegen Beihilfe zur Verletzung des Dienstgeheimnisses zu einer Freiheitsstrafe von 6 Monaten verurteilt, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wurde. Denn ein Prüfungskandidat, der sich nicht darauf beschränkt, die Sachverhalts- und Lösungsskizzen rein passiv entgegenzunehmen, kann sich wegen Beihilfe zum Geheimnisverrat strafbar machen. Der Angeklagte nahm nach etwas Bedenkzeit die Lösungen von Jörg L. an und bereitete sich so auf das anstehende zweite Examen vor. Wegen einer Frage rief er sogar noch einmal bei dem Richter an und lies sie sich erklären. Nach Bekanntwerden des Sachverhalts gab er das Examen freiwillig zurück.  »»» 

Prädikatsexamina im 2. Examen 2015 – Das Ranking

Nach dem Ranking zu den Durchfallquoten im Jahr 2015 gibt es heute das Ranking über die Anzahl derjeniger, die im vergangenen Jahr das zweite Staatsexamen mit einem Prädikat abgeschlossen haben.

Insgesamt wurden im Jahr 2015 ein paar Prädikate weniger vergeben als noch 2014. Der Bundesdurchschnitt sank auf 18,2 %. Die Entwicklung in der Übersicht:  »»» 

Durchfallquoten im 2. Examen 2015 – Das Ranking

Vor Kurzem wurden vom Bundesjustizamt die Zahlen zum Zweiten Staatsexamen 2015 veröffentlicht. Wir haben die aktuellen Zahlen aufbereitet und insbesondere bereits unsere Infoseiten zum Rechtsreferendariat aktualisiert. Dort findest Du zu jedem Bundesland auch einen Verlauf der Examensergebnisse in den letzten 10 Jahren.

Nun haben wir ein Ranking zu den Durchfallquoten aufgestellt und uns die Entwicklung zu 2014 angeschaut.  »»» 

von Universität Hamburg Fakultät für Rechtswissenschaft
Mit rund 39.000 Studierenden ist die Universität Hamburg eine der größten in Deutschland. Zirka 670 der insgesamt 4.760 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind Professorinnen und Professoren. Ihren Hauptsitz hat sie seit ihrer Gründung 1919 im Stadtteil Rotherbaum. Die Universität ist in sechs Fakultäten gegliedert, die 150 Studiengänge anbieten.
Gehalt eines Juristen
von

Juristen erlangen mit rund 65.200€ Bruttodurchschnittsgehalt den zweiten Platz der Top Verdiener in Deutschland, gefolgt von Ingenieuren mit 62.400€, so der Gehaltsreport 2017. An der absoluten Spitze befindet sich der Berufsstand der Ärzte mit 82.700€.

Rund 10.000 junge Volljuristen betreten jedes Jahr den Arbeitsmarkt. Doch nicht jeder erreicht so ein hohes Bruttogehhalt. Ganz entscheidend ist nämlich die Examensnote für die weitere berufliche Karriere. Laut Gehaltsreporter bleiben von den 10.000 Volljuristen am Ende nur ca. 500 übrig, die beide Staatsexamina mit Prädikatsnote abschließen und denen dann der Weg in große Kanzleien, Staat und Unternehmen offen steht.

Der Gehaltsdurchschnitt für Berufsanfänger beträgt 50.000€, hierbei treiben Juristen mit mindestens einem Prädikatsexamen den Schnitt nach oben.  »»» 

Referendariat und Studium – LL.M. Programm des DAV
von

2009 rief der Deutsche Anwaltsverein (DAV) das LL.M. – Masterprogramm Anwaltsrecht und Anwaltspraxis ins Leben. Seit dem haben rund 370 Studierende das berufsbegleitende Fernstudium an der Fernuniversität Hagen abgeschlossen. Mit ca. 4000€ Studiengebühren ist zu rechnen. Zielgruppe sind Juristen, die mit dem Gedanken einer Kanzleigründung spielen und hierauf bestens vorbereitet sein möchten. Zugelassen sind Absolventen des Ersten Staatsexamens und Inhaber gleichwertiger ausländischer Abschlüsse.

Das Studium ist der Nachfolger der DAV-Anwaltsausbildung, die “nur” mit einem Zertifikat abgeschlossen wird. Das somit hochwertiger anzusehene Studium gliedert sich in vier Module, einer Präsenzveranstaltung und der Masterarbeit, es kann in Voll- oder Teilzeit durchlaufen werden.  »»» 

Rücktrittsrecht vom Staatsexamen
von

Eingeführt wurde das Rücktrittsrecht auf der Basis der Chancengleichheit aller Prüflinge. Denn eine eventuell bestehende Prüfungsunfähigkeit muss gegenüber der nicht beeinträchtigten Studenten berücksichtigt werden.

Grundsätzlich darf im Prüfungsrecht ein Prüfling von der juristischen Staatsprüfung zurücktreten, wenn es sich um eine Krankheit oder einen anderen wichtigen Grund handelt. Ein Antrag wird gestellt und ein amtsärztliches Attest, in dem das Krankheitsbild dargestellt wird, beigefügt. Dann entscheidet das zuständige Landesjustizprüfungsamt über die Rechtsfrage der Prüfungsunfähigkeit und genehmigt gegebenenfalls den Rücktritt.

Unterschieden wird zwischen subjektiven und objektiven Gründen für einen Rücktritt seitens des Prüflings. Hierunter fallen schwierige private Umstände, wie Todesfälle oder plötzliche Schicksalsschläge, die vor oder während der Prüfungsphase auftreten.  »»» 

Deine Meinung zählt

Wohin hast bzw. wirst Du Dich in der Zivilrechtsstation zuweisen lassen?

Rechtsreferendariat in Teilzeit rückt näher
von

Im Sommer letzten Jahres haben wir hier schon einmal davon berichtet: Das Rechtsreferendariat soll künftig auch in Teilzeit möglich sein. Damals wurde eine entsprechende Bundesratsinitiative der Länder Niedersachsen und Brandenburg beschlossen.

Nun, knapp ein halbes Jahr später, stimmte der Bundesrat, laut eines juris-Berichts, einer Modifizierung des Deutschen Richtergesetzes zu und es wurde ein Gesetzesentwurf durch die Bundesregierung in den Bundestag gebracht. Das Richtergesetz soll dahingehend geändert werden, dass der Vorbereitungsdienst sich über einen längeren Zeitraum als die üblichen 2 Jahre erstrecken darf und somit eine Teilzeittätigkeit ermöglicht wird. Eine Länderöffnungsklausel wurde abgelehnt, da hiermit eine Einheitlichkeit der Prüfungsanforderungen gefährdet würde. Die Bundesregierung wird aber im weiteren Verlauf des Gesetzgebungsverfahrens einen eigenen Formulierungsvorschlag einbringen.  »»» 

Staatsexamen oder Bachelor/Master of Laws?
von

Wenn man sich für Jura interessiert, stehen einem erst einmal zwei Möglichkeiten offen: Entweder man strebt das Staatsexamen oder den Bachelor/Master of Laws an. Doch welcher Abschluss ist der sinnvollere für das spätere Berufsleben?

Ein paar Zahlen liefert ein lto-Bericht. Laut dem Statistischen Bundesamt haben im Jahr 2014 über 8000 Jurastudenten mit dem Staatsexamen, rund 700 mit dem Bachelor of Laws und rund 900 mit dem Master of Laws abgeschlossen

Beide Wege haben ihre Vor- und Nachteile. Weniger Prüfungsdruck entsteht beim Bachelor-Abschluss, da hier die Leistungen des gesamten Studiums in die Endnote einfließen. Beim Staatsexamen ist alleine die Leistung in der Abschussprüfung ergebnisentscheidend.  »»» 

Referendarsbuchladen – Wir kaufen Eure ausrangierten Bücher
von

MP900405544In unserem Buchladen, der sich speziell an Rechtsreferendare richtet, findet Ihr alle Bücher übersichtlich kategorisiert in Zivilrechts-, Strafrechts- und Verwaltungsstation, Examen und weitere Bücher mit entsprechenden Unterkategorien. Zu jedem Buch findet Ihr eine Inhaltsangabe und eine kurze Information zu den Autoren. Um sich bei dem riesigen Angebot an Büchern zurechtzufinden, empfehlen wir Euch passende Literatur für die verschiedenen Stationen, bei deren Anschaffung Ihr auf der sicheren Seite seid.

Und das Besondere: Ihr könnt bei uns nicht nur Kaufen, sondern auch Verkaufen! Denn wir kaufen Eure gebrauchten, noch gut erhaltenen Bücher, die zu Schade zum Wegwerfen wären. Direkt auf unserer Seite gebt Ihr einfach den Titel des Buches an, bestimmt den Zustand in Schulnoten und macht Angaben zu eventuell vorhandenen Markierungen und Unterstreichungen. Den Betrag den wir Euch dafür zahlen, könnt ihr Euch dann sofort anzeigen lassen. Und wenn Ihr fünf Bücher oder mehr verkauft, werden die Versandkosten sogar von uns übernommen.

Also stöbere gerne einmal in unserem Buchladen. Vielleicht ist ja auch was für Dich dabei?

Die Arbeitszeit eines Rechtsanwalts – Work-Life-Balance
von

Laut einer aktuellen Studie “Anwaltstätigkeit der Gegenwart” des Soldan Instituts beträgt die durchschnittliche Wochenarbeitszeit eines Rechtsanwalts 51,1 Stunden, das sind rund 10 Stunden mehr als die des durchschnittlich deutschen Vollzeitbeschäftigten. Befragt wurden 1.593 Anwälte, von denen jeder Dritte 50 bis 60 Stunden, fast jeder Fünfte sogar noch mehr arbeitete. Rund 30% gönnen sich an nur einem Wochentag eine Pause.

Hinsichtlich des Umsatzes ist eine wöchentliche Arbeitszeit zwischen 50 und 59 Stunden am effektivsten. So wird ein Umsatz von 96€ pro Stunde erreicht. Prof. Dr. Matthias Kilian, Direktor des Soldan Instituts, stellte in einem lto-Bericht fest, dass der Umsatz pro Arbeitsstunde nicht kontinuierlich linear ansteigt. Der Umsatz pro Arbeitsstunde nimmt ab 59 Stunden wieder ab, sodass sich ein höherer zeitlicher Arbeitsaufwand nur noch begrenzt lohnt.  »»» 

JURDAY 2017
von

Am 05. Mai 2017 findet in Berlin im 5-Sterne-Hotel Schweizerhof zum neunten Mal der JURDAY statt. Diese etwas andere Bewerbermesse richtet sich an besonders qualifizierte Jurastudenten und Referendare, die sieben führende Wirtschaftskanzleien persönlich kennenlernen und mit ihnen in Kontakt treten möchten. Es handelt sich hierbei um deutsche Kanzleien, nicht um internationale Größen. Die Beratung und Mandate können sich aber mit denen von Großkanzleien messen. In elf verschiedenen Workshops und Einzelgesprächen können die Teilnehmer mehr über die tägliche Arbeit eines Wirtschaftsjuristen und das Umfeld der Kanzleien erfahren.  »»» 

Jobaussichten mit dem ersten Staatsexamen
von

MP900427709Man stellt sie sich so schön vor, die Karriere als Volljurist. Rechtsanwalt, Staatsanwalt oder Richter soll es sein. Doch was bleibt übrig, wenn das zweite Staatsexamen nicht bestanden wird? Es gibt Jobs, bei denen das zweite Examen keine Voraussetzung ist, wenn auch gern gesehen wird. Das Arbeiten in Rechtsabteilungen von Unternehmen, Behörden oder der Politik könnte interessant sein. Doch bei einer Anstellung werden dem Betroffenen vorrangig nur simple juristische Tätigkeiten zugewiesen, das können etwa die Dokumentation im Rahmen von von Kartellverfahren, koordinative Aufgaben, Unterstützung bei der Mandatsarbeit oder das Vorbereiten von Unterlagen sein. Auch sind sie oft als Projektjuristen beschäftigt, wenn das eine Projekt zu Ende ist, ziehen sie zum nächsten.  »»» 

NRW: Zusatzvergütung erhält der Referendar künftig vom Land
von

Laut eines Berichts auf JUVE-Newsline haben sich ab Januar 2017 die Vorgaben zum Zusatzverdienst für Rechtsreferendare in NRW geändert. Denn nun müssen die Ausbildungsstellen den zusätzlichen Verdienst direkt an das LBV (Landesamt für Besoldung und Versorgung) zahlen. Dieses zieht pauschal 25% der zusätzlichen Vergütung für Sozialversicherungsbeiträge von der Unterhaltsbeihilfe ab. Die Summe – bestehend aus dem Zusatzverdienst und der verminderten Unterhaltsbeihilfe – wird nach Abzug der im Lohnsteuerabzugsverfahren anfallenden Beträge  vom LBV an den Referendar ausgezahlt. Wichtig ist, dass künftig Referendare nur einer Kanzlei oder Rechtsabteilung zugewiesen werden, wenn diese den Zuverdienst an das Land abführt. Der Vorteil für die auszubildenden Kanzleien ist, sich nicht mehr um die Lohnbuchhaltung für die Referendare kümmern zu müssen. Aber was ist der eigentliche Grund der Neuregelung?  »»» 

Erfahrungsbericht: Wahlstation in einer Konzernrechtsabteilung

Felix Rauscher hat seine Wahlstation in der Konzernrechtsabteilung der MAHLE GmbH in Stuttgart absolviert und uns einen Bericht hierzu zukommen lassen, den wir natürlich gerne für alle Referendare veröffentlichen, die noch auf der Suche nach einer interessanten Wahlstation sind!

Für eine erfolgreiche Absolvierung des Referendariats ist die gelungene Wahl der Ausbildungsstationen eine nicht zu unterschätzende, essentielle Voraussetzung. Der vorliegende Erfahrungsbericht zeigt, dass der Gang in ein Industrieunternehmen eine mehr als sinnvolle Ergänzung zu den herkömmlichen Stationen in einer Kanzlei oder einer Behörde sein kann.

Die Wahlstation nimmt innerhalb der Stagen des Referendariats einen ganz besonderen Platz ein, ist sie doch die erste und einzige Station, in der man vom ewigen Examens-Vorbereitungs-Druck befreit ist. Kein „Könnte ich bitte nur 3 Minuten am Tag arbeiten?“ oder „Könnte ich zur Examensvorbereitung 10 Monate frei bekommen?“ mehr. Endlich. Die Wahlstation bietet erstmals die Möglichkeit, seine Fähig- und Fertigkeiten in einem Unternehmen, einer Kanzlei oder an anderer Stelle einzubringen, ohne dies zu einer Alibi-Veranstaltung verkommen zu lassen.  »»»